Steuer-Oasen spielen bald Champions League

Glosse : Düdelingen statt Madrid

Nach den beiden Fußballgöttern Lionel Messi und Cristiano Ronaldo hat es nun auch Star-Trainer José Mourinho (ManUnited) erwischt: Die spanische Justiz ist hinter ihnen her, weil die Großverdiener den Hals nicht vollbekommen und Steuern in üppiger Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Messi wurde bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er muss aber keine Angst haben, da die Katalanen den Helden des FC Barcelona niemals an Spanien ausliefern werden. Doch Ronaldo soll mit dem Gedanken spielen, von Real Madrid zu AS Monaco zu wechseln. In dieser Steueroase wäre er vor den Häschern der spanischen Finanz-Polizei sicher, die Ablöse von 180 Millionen Euro zahlt AS Monaco steuerfrei.

Danach können alle Steueroasen in Europa hoffen, in der Champions League eine große Nummer zu werden. Wenn die Top-Stars nach Luxemburg, Österreich, Guernsey, Gibraltar oder Liechtenstein fliehen, heißt das Endspiel im Jahr 2020 F 91 Düdelingen gegen RB Salzburg.  Die deutschen Fans interessiert das nicht mehr – sie gucken bereits ab 2018 in die Röhre, weil die Uefa das freie Fernsehen ausgeschaltet hat.