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Ein Wegekreuz für den Sündenablass

Serie Wegekreuze : Ein Wegekreuz für den Sündenablass

(bam) Mit „reichlich Sündenablass“ belohnt wurde Familie Heinrich Ziehl, weil sie 1906 in Aßweiler, heute Stadtteil von Blieskastel, ein Wegekreuz stiftete. Anlass war das „Andenken an die hl.

Mission“, die im pfälzischen Bistum Speyer zur stärkeren Bindung der Gläubigen an die Kirche durchgeführt wurde. Die Inschrift auf der Marmortafel tut dies kund. Das Flurdenkmal findet sich auf einem kleinen Rastplatz an der Straße in Richtung Seelbach rechterhand. Die Gemarkung trägt den Namen „Am Schweitzer Brunnen“. Die bis zur Französischen Revolution in Blieskastel residierende Adelsfamilie von der Leyen unterhielt hier ein ansehnliches Anwesen mit „Schweizerei“, ein großer Bauernhof mit Milchwirtschaft also. Zwei Fälle von Vandalismus setzten dem Monument in den 1980er-Jahren arg zu, zweimal wurde es restauriert. Der Platz des Gekreuzigten blieb lange vakant; inzwischen gibt es wieder einen neu gegossenen Korpus. Ein etwas grimmig schauender, pausbäckiger Engel mit gelocktem Haar, beidseitig reich ornamentiert, zeugt vom Können des örtlichen Bildhauermeisters Michael Dauer.