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Heusweiler Wegekreuz in der Albertstraße hat neue Maria

Wegekreuze und Kapellen : Wegekreuze zeigen die lothringische Prägung Utweilers

() Lange zu Lothringen gehörte der kleine Ort Utweiler im südöstlichen Winkel des Saarlandes. Als das Herzogtum 1766 nach dem Tod von Stanislas Leszczynski vertragsgemäß im Königreich Frankreich aufging, blieb der heute zu Gersheim gehörende Ort noch für einige Zeit französisch.

Sichtbare Zeugnisse dieser Zeit vor gut 250 Jahren sind zahlreiche Wegekreuze auf der Gemarkung des kaum 50 Einwohner zählenden Fleckens, die die nachhaltige Prägung durch die Region jenseits der heutigen Grenze zeigen.

Noch aus der lothringischen Zeit stammt jenes Denkmal, das den kleinen Friedhof von Utweiler dominiert. Es stammt von 1758, ist aus Sandstein gemeißelt, teils renoviert und bietet auf der Schauseite vier Heiligen Platz: Maria als Schmerzensmutter mit Schwert im Herzen, Johannes im Gebet, seinem Apostelkollege Petrus mit Schlüssel und dem auch in lothringischen Gefilden populären St. Wendalinus samt Hirtenstab. Totenschädel und Gebein markieren das Memento mori darüber, ein pausbäckiger Engel wacht über dem Gekreuzigten. „O Crux ave / Spes unica“ lautet die oft anzutreffende Inschrift: „Sei gegrüßt, o heiliges Kreuz, unsere einzige Hoffnung.“