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Spielplatz im Neubaugebiet Bohnrech in Contwig fast fertig

Spielplatz in Contwig : Da muss noch Gras drüber wachsen

Warum der neue Spielplatz am Bohnrech in Contwig noch nicht eröffnet ist, obwohl er fertig aussieht.

Mehr als 120 000 Euro investiert die Ortsgemeinde Contwig in den neuen Spielplatz im jüngsten Baugebiet am Bohnrech. Auf zwei Ebenen werden sich einmal die kleinen und größeren Kinder beim Spielen tummeln können. Der Platz trägt einmal mehr die Handschrift des Landschafts-Architekten Stefan Laport aus Battweiler, der auch für die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land den Wasserspielplatz beim Warmfreibad „Aqua“ entworfen hat. 

Anfragen, wann der Platz denn endlich für die Öffentlichkeit zugänglich sei, bekomme sie fast täglich, gesteht Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette, und sie verstehe völlig den Wunsch der kleinen und größeren Kinder, dass die sich endlich auf dem Gelände tummeln dürfen. Aber – die Natur spiele im Augenblick einfach nicht mit. Durch die frostigen Tage sei die Grassaat einfach nicht so aufgegangen, wie das wünschenswert sei. Dazu haben der Regen zum richtigen Zeitpunkt gefehlt. Inzwischen werde die Rasenfläche ausgiebig und zu jeder Zeit bewässert. Doch ein Blick über den Bauzaun genüge, um auch Laien sehen zu lassen, dass sich auf dieser Fläche noch keine Grasnarbe bilden konnte. Ortsbürgermeisterin Brinette: „Die Grasspitzen sind noch einzeln auszumachen, gerade mal ein paar Zentimeter hoch. Wenn wir da jemand reinlassen würden, dann wäre die mühevolle Arbeit der Landschaftsgärtner einfach umsonst gewesen. Schweren Herzens muss ich da an die Vernunft der Eltern appellieren, welche ihren Sprösslingen vermitteln, dass die Natur da noch etwas Zeit braucht.“

Mehr als 2500 Bodenpflanzen und etliche Bäume werden einmal dafür sorgen, dass dieser Spielplatz im Neubaugebiet von Contwig eine richtige kleine, grüne Oase für alle wird. „Das Grün hat eine wahre Insellage, wird mit Gewissheit ein kleiner Park im Westentaschenformat“, ergänzt Gartenarchitekt Stefan Laport und lobt die ungemein gute Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde. Die kleinen Bodendecker sind bewusst in großer Vielzahl gepflanzt worden. „Wachsen tun sie von selbst. Sie erfüllen aber jetzt schon ihre Aufgabe und lassen kein Unkraut durchkommen“, sagt Laport, der auch bei den Bodendeckern auf heimische Pflanzen wie Kirschlorbeer oder immergrüne Spieren Wert legte. Da könne auch ruhig mal ein Ball reinfliegen, ohne dass dann Schaden angerichtet werde, gibt sich der Planer überzeugt. Das gilt ebenso für die Bäume, die schon in wenigen Jahren Schatten spenden sollen. Ruhebänke werden zudem aufgestellt, solche mit Rückenlehnen, weil auch gewiss viele Omis und Opas mit den Enkelkindern die „grüne Insel“ besuchen werden.

Es gibt zwei Spielebenen. Diese so anzulegen habe sich bei der Hängigkeit des Geländes angeboten, erläutert Stefan Laport seine Planung auf dem 1500 Quadratmeter großen Areal. Naturfindlinge, diese als harmonische Treppenstufen ins Gelände eingelassen, verleihen der Gesamtanlage eine besondere Note. Laport zollt in dieser Hinsicht der Firma Michael Meier aus Zweibrücken viel Anerkennung. „Die bemühten sich um diese Sandsteine und schafften sie aus einem Steinbruch aus der Nähe von Annweiler her nach Contwig.“ Wert auf Natur legten Ortsgemeinde und Stefan Laport auch bei den Spielgeräten. Die sind allesamt aus Robinienholz, müssen nicht behandelt werden und habe deshalb eine lange Haltbarkeit. Bis zum Beginn des Teenageralters werden sich die Kinder auf dem Platz wohlfühlen und das Konzept ermöglicht auch mal ein Picknicken auf dem jeweiligen Spielplateau. „Als Gemeinde haben wir da ja schon eine Stange Geld in die Hand genommen, damit die Kinder aus den verschiedenen Altersschichten sich wirklich spielerisch erholen können“, sagt die Ortsbürgermeisterin und fiebert ebenso wie die Kinder der eigentlichen Platzöffnung entgegen.