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Das Menger Kapellchen ist stest mit frischen Blumen geschmückt.

SZ-Serie Wegekreuze und Kapellen : Düsteres Mahnmal weicht schlichtem Andachtsort

() Sagenumwoben ist die Stelle, an der sich eine kleine Kapelle in Bliesmengen-Bolchen befindet. Einer der Rittersöhne der mittelalterlichen „Herren von Mengen“ soll hier seinen Bruder umgebracht haben.

Daran erinnerte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das „Schwarze Kreuz“; aus Holz war das düstere Mahnmal. 1925 ließ Steinbruchbesitzer Adam Müller das Kapellchen bauen. Er dankte damit dafür, dass er heil aus dem Krieg zurückkehren durfte.

Es handelte sich erst um eine Lourdes-Grotte mit traditioneller Szenerie, in der Bernadette die Gottesmutter als Immaculata erscheint. Später wurde der Bau nach vorne erweitert. Reizvolles Idyll erwartete die Besucher hinter dem Sakralbau: Es gab einen Pfad über eine Treppe aus mächtigen Kalksteinen durch eine kleine Schlucht. Am Ende, eskortiert von knorrigen Bäumen, sammelten sich Niederschläge in einem Teich. Das Naturparadies wurde später zum Schuttplatz, dann einplaniert. 2001 wurde das „Menger Kapellche“ saniert. Heute ist es, gepflegt und mit Blumen ausgestattet, ein schlichter Andachtsort.