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Schwedenkreuz in Lummerschiied erinnert an den 30-jährigen Krieg.

Kapellen und Wegekreuze : Schwedenkreuz weist vielleicht auf Soldatengrab hin

() Im Heusweiler Ortsteil Lummerschied steht an der Wegegabelung von Wiesbacher Straße und Pappelweg das Schwedenkreuz. Es erinnert an den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648), der auch im Köllertal grausam gewütet hat.

Ältere Bürger des Ortes erzählen, dass Lehrer der früheren Volksschule erzählt hätten, in der Nähe des Kreuzes seien mehrere schwedische Soldaten bestattet. Die Aussagen sind jedoch nicht belegt. Es ist aber denkbar, dass in der Nähe schwedische Soldaten gefallen sind.

Der Krieg zwischen den Protestanten unter dem schwedischen Kaiser Gustav Adolf II. und den kaiserlich-katholischen Truppen forderte Tausende Menschenleben, darunter viele Zivilisten. Die Soldaten aller Parteien nahmen der Bevölkerung fast alles Essbare weg, sodass viele Einwohner verhungern mussten. In einer Chronik heißt es: Der Krieg habe die Orte Numborn und Lummerschied in menschenleere Trümmerhaufen verwandelt.

Ein Steinmetz hat das Schwedenkreuz erneuert, nachdem es ein Lummerschieder Bürger vom Friedhof in Wiesbach nach Lummerschied gebracht hatte. Heute pflegt Richard Barrois es regelmäßig.