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Zuversicht in Homburg

Homburgs Trainer Christian Titz (Mitte) musste seiner Mannschaft in der Vorbereitung viel erklären. Dabei wurde er auch mal laut. Foto: Hagen
Homburgs Trainer Christian Titz (Mitte) musste seiner Mannschaft in der Vorbereitung viel erklären. Dabei wurde er auch mal laut. Foto: Hagen FOTO: Hagen
Homburg. Am Sonntag startet Fußball-Regionalligist FC Homburg mit einem Auswärtsspiel beim SC Pfullendorf in die neue Runde. Trainer Christian Titz hatte in der Vorbereitung die Aufgabe, die Neuen zu integrieren. Von SZ-MitarbeiterRalph Tiné

Die Anzahl der Unterbrechungen und Schärfe des Tonfalls beim Training sei kein Indiz für fehlende Zufriedenheit mit der Mannschaft, versichert Trainer Christian Titz. Am Sonntag, 14 Uhr, startet er mit dem FC Homburg beim SC Pfullendorf in die neue Fußball-Regionalligasaison. Angesichts der vielen neuen Spieler müsse der Chef eben auch viel erklären, argumentiert der 42-Jährige. Und "damit das auch in den Köpfen hängen bleibt", müssten die Ansprachen mitunter auch mal etwas lauter und intensiver ausfallen.

Wegweisende Spielzeit

Der FCH steht vor einer wegweisenden Spielzeit. Durch das erheblich gestiegene finanzielle Engagement von Hauptsponsor Dr. Theiss Naturwaren konnte die Mannschaft wesentlich verstärkt werden. "Ich will mich nicht beklagen. Ich hatte zum ersten Mal, seit ich hier bin, andere Möglichkeiten bei der Verpflichtung von Spielern. Ich bin grundsätzlich zufrieden", sagt Titz, der in seinen ersten beiden Homburger Jahren mit eher schmalem Geldbeutel agieren musste.

Entsprechend sind auch die Erwartungen im Umfeld gestiegen. Nach dem Aufstieg in der vorletzten und dem Klassenverbleib in der vergangenen Saison erwarten nicht wenige bereits jetzt den grün-weißen Angriff auf die obersten Gefilde der Liga - eine finale Beförderung in Liga drei nicht ausgeschlossen. Der Trainer selbst bleibt erwartungsgemäß zurückhaltender: "Wir brauchen noch Zeit, bis die Neuen vollständig in unser Spielsystem integriert sind. Davon hängen natürlich die Ergebnisse ab. Ich kann aber nicht vorhersagen, wie schnell die Integration gehen wird." Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Spielzeit will Titz zunächst die Mannschaft "defensiv stabilisieren und die Spieldominanz nach vorne erhöhen".

64 Gegentore bedeuteten in der Vorsaison den zweitschlechtesten Wert der Liga. Mit dem neuen Personal um den erst- und zweitligaerfahrenen Emil Noll und dem aus der 3. Liga gekommenen Andreas Gaebler, dem Titz "den dominantesten Part in der Vorbereitung" attestiert, glaubt der Trainer, die Defensivprobleme in den Griff zu bekommen. Im Angriff, wo Alban Ramaj und Christopher Kullmann neu hinzugekommen sind, macht sich Titz ohnehin "am wenigsten Gedanken". Im Mittelfeld hat der alte und neue Kapitän André Kilian nach einem durchwachsenen Jahr den Kampf um die Plätze angenommen. "André ist das Paradebeispiel, wie Konkurrenz das Geschäft belebt", sagt Titz, der - wenn überhaupt - nur noch einen erfahrenen Mann für die Position im Tor sucht. Am Sonntag wird aller Voraussicht nach Neuzugang Edin Sancaktar zwischen den Pfosten stehen. Dort wird er seinen Trainer nur selten hören.