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Lienhard soll den FC Homburg an die Spitze führen

Saisonstart in Gießen : Lienhard soll den FC Homburg an die Spitze führen

Der Fußball-Regionalligist startet an diesem Samstag beim FC Gießen in die neue Saison. Die Auftritte im Saarlandpokal gaben viel Selbstbewusstsein.

Besser spät als nie: Corona hat den Zeitplan im deutschen Fußball mächtig durcheinandergewirbelt, an diesem Samstag aber startet der FC Homburg in die neue Saison der Fußball-Regionalliga Südwest. Für die Saarpfälzer geht es zum Auftakt zum FC Gießen (14 Uhr, Waldstadion in Gießen). Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind 515 Zuschauer zugelassen, allerdings keine Gästefans.

„Nach der langen Pause sind wir alle einfach froh, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können“, freut sich Patrick Lienhard auf den Ligastart nach fast sechs Monaten Auszeit. Der 28-Jährige geht als neuer Kapitän in seine vierte Saison bei den Grün-Weißen. „Ich bin stolz darauf, von der Mannschaft gewählt worden zu sein“, sagt Lienhard. Den vom Trainer bestimmten Mannschaftsrat bilden zudem wie in der Vorsaison Tim Stegerer, David Salfeld und der vormalige Kapitän Christian Telch. Für Kevin Maek, der verletzungsbedingt seine Profilaufbahn aufgeben musste, ist Daniel di Gregorio nachgerückt, der auch als stellvertretender Kapitän fungiert.

„Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und sind alle fit. Wir haben uns auch als Team gut gefunden“, sieht Lienhard der neuen Runde optimistisch entgegen. Die Zuversicht des Kapitäns gründet sich nicht zuletzt auf den Auftritten im Saarlandpokal, wo der FCH den Drittliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken im Halbfinale mit 3:0 abservierte und im Endspiel gegen den Topfavoriten der Regionalliga SV Elversberg erst im Elfmeterschießen (6:7) unglücklich unterlegen war. „Wir hatten im Pokal schon einen Gradmesser und diesen gut bestanden, wie ich finde. Da haben wir uns ein gutes Gefühl holen können“, sagt der Mittelfeldspieler, der unter dem neuen FCH-Trainer Matthias Mink, anders als zuletzt unter dessen Vorgänger Jürgen Luginger, wieder eine offensivere Position besetzt.

Auch Mink sieht vor dem Beginn der neuen Spielzeit keinen Grund zur Sorge. „Wir haben schon einen erfolgreichen Wettbewerb gespielt. Wir waren in der Vorbereitung sportlich gut zu Fuß und sind körperlich in einem guten Zustand. Deshalb sind wir rundum zufrieden“, sagt der Trainer vor der Partie gegen den FC Gießen, der sein erstes Ligaspiel bereits absolviert hat (0:1 am Dienstagabend bei der SV Elversberg).

Personell steht Mink fast der komplette Kader zur Verfügung. Neuzugang Philipp Hoffmann hat nach längerer Pause noch einen Fitnessrückstand, so dass ein Startelf-Einsatz des Außenbahnspielers am Samstag nicht zu erwarten ist. Stürmer Damjan Marceta laborierte unter der Woche an Achillessehnenproblemen. Ob er einsatzbereit sein wird, entscheidet sich kurzfristig.

Wie die erste Elf in Gießen, wo der FCH im letzten Jahr mit 2:0 gewonnen hat, aussehen wird, verrät der Trainer nicht. Nichtsdestotrotz räumt Mink ein, dass „die Mannschaft, die im Pokal sich sehr gut präsentiert hat, sicherlich einen Vertrauens-Vorschuss hat“. Offene Fragen gibt es vor allem in der Defensive. Auf der linken Abwehrseite konnten sowohl Neuzugang Philipp Schuck als auch Luca Plattenhardt im Pokal positive Akzente setzen. In der Innenverteidigung haben Stefano Maier und Maurice Springfeld einen guten Eindruck hinterlassen, haben aber mit dem zuletzt verpflichteten Ivan Sachanenko „einen guten Herausforderer“ bekommen, wie Mink sagt.