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Bloß keine Krise vor dem Urlaub

Budapest. Nach dem Rückschlag beim Heim-Grand-Prix und andauernden Nebengeräuschen kämpft Mercedes im brütend heißen Budapest um einen positiven Abschied in die Sommerpause. Doch die Voraussetzungen sind alles andere als optimal. sid

Nach dem Rückschlag beim Heim-Grand-Prix am Nürburgring schaltet Mercedes vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky) wieder auf Angriffs-Modus. "Einfach enttäuschend" war für Motorsportchef Toto Wolff der Auftritt der Silberpfeile in der Eifel, doch "das Team hat gründlich gearbeitet, um unsere Situation zu verbessern". Gefordert war dabei: "Köpfe zusammenstecken. Wir haben sehr intelligente Leute und müssen unsere Probleme einfach lösen."

Denn das Abschneiden am Hungaroring, beim letzten Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause, wird den Eindruck der ersten Saisonhälfte maßgeblich bestimmen nach einem Halbjahr voller Höhen und Tiefen. "Es wäre toll für uns, wenn wir uns mit einem starken Ergebnis verabschieden könnten", sagt Nico Rosberg. Die Voraussetzungen für den Wiesbadener und seinen Teamkollegen Lewis Hamilton (England) sind dabei allerdings nicht optimal.

Hitze ist der Feind der Silberpfeile - und in Budapest soll es brütend heiß werden. Weit über 30 Grad sind angesagt. Der Asphalt wird dann mit rund 50 Grad noch einmal zehn Grad wärmer sein als in der Eifel. "Das Rennen dürfte wieder sehr fordernd für die Reifen werden", ahnt Rosberg. Noch vor dem Großen Preis von Deutschland hatten zwei Siege aus drei Rennen angedeutet, dass Mercedes seine Probleme mit den Pneus überwunden hat - doch die Plätze fünf und neun für Hamilton und Rosberg belegten das Gegenteil.

Und auch die neuen Reifen, die Einheitshersteller Pirelli in Ungarn erstmals zum Renneinsatz bringt, versprechen erstmal nichts Gutes für Mercedes: Die Schwaben waren das einzige Team, das diese noch nicht testen durfte. Denn vom Young Driver Test in der vergangenen Woche in Silverstone war Mercedes wegen der illegalen Testfahrten mit Pirelli im Mai ausgeschlossen. Zum Hoffnungsschimmer wird die Streckencharakteristik. Überholen ist nicht einfach auf dem engen, kurvigen Kurs. "Ein bisschen wie Monaco", sei dieser, sagt Rosberg, der dort gewonnen hatte. Gelingt den Silberpfeilen die siebte Pole Position im zehnten Rennen, dürften die Chancen zumindest besser stehen als am Nürburgring.

Positive Schlagzeilen kann Mercedes bestens gebrauchen. Denn abseits der Rennstrecke kommt das Werksteam einfach nicht zur Ruhe. Die anhaltenden Streitereien um den Test mit Pirelli und das Urteil des Sportgerichts waren kaum abgeklungen, da tauchte in der vergangenen Woche ein neues Thema auf. Wolff soll laut Medienberichten von Colin Kolles, ehemaliger Teamchef des Rennstalls Hispania Racing, erpresst worden sein - er habe sich despektierlich über Daimler-Vorstand Dieter Zetsche, Teamchef Ross Brawn und Aufsichtsrat Niki Lauda geäußert. Daimler war schnell bemüht, die Wogen zu glätten. "Wir wissen, dass die Formel 1 ein Haifischbecken ist. Wenn man erfolgreich ist, wird man mit Dreck beworfen", sagte Kommunikationschef Jörg Howe. Wolff genieße das volle Vertrauen, er solle seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen.