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Vaccaro erlöst den FCH

Vaccaro erlöst den FCH

Fußball-Regionalligist FC Homburg hat einen Lauf. Der 2:1-Erfolg über die TuS Koblenz war bereits der fünfte Sieg in sechs Spielen ohne Niederlage für den FCH. Mann des Tages war Sturmveteran Angelo Vaccaro.

Es war ein langer und zäher Kampf, den der FC Homburg am Samstagnachmittag führen musste. Doch die Ausdauer des saarländischen Fußball-Regionalligisten wurde belohnt. Am Ende konnten die 1718 Zuschauer im Homburger Waldstadion einen knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg des FCH gegen die TuS Koblenz bejubeln. Für Homburg war es der fünfte Sieg in sechs Spielen ohne Niederlage.

"Es war ein verdienter Sieg gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner", stellte FCH-Trainer Jens Kiefer anschließend fest. Angelo Vaccaro war es, der in der 81. Minute mit einem schönen Drehschuss den erlösenden Siegtreffer erzielte. Bis dahin war der FCH ebenso permanent wie erfolglos gegen die mit Mann uns Maus verteidigenden Gäste angerannt. Stürmer Vaccaro, der seinen Stammplatz schon vor Wochen an Konkurrent Patrick Schmidt verloren hat, fand nach der Partie bemerkenswerte Worte. "Patrick macht das super. Es ist richtig, dass die Jungen mal spielen. Ich bin 33, meine Karriere ist vorbei. Ich werde keine Bundesliga mehr spielen. Aber wenn Patrick so weitermacht, kann er es weit bringen. Ich als alter Hase mache meinen Job und bin da, wenn ich gebraucht werde", sagte Vaccaro.

In der Tat führt derzeit an Schmidt kein Weg vorbei. Sein Schuss ins lange Toreck zum 1:1 in der 35. Minute war bereits der sechste Saisontreffer des Torjägers. Dass er sich dabei im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, unterstreicht die aktuelle Topform des 21-Jährigen. "Das war heute wieder eine Mannschaft, die es ganz eng gemacht hat. Das war nicht leicht. Trotzdem hatte ich immer ein positives Gefühl, dass wir gewinnen werden", gab der junge Stürmer zu Protokoll.

Wie die Gäste in der 31. Minute mit 1:0 in Führung gegangen waren, war kurios. Ein wohl eher als Flanke gedachter Freistoß des Koblenzers Kevin Steuke flog direkt auf das Homburger Tor. FCH-Schlussmann David Buchholz fing den Ball kurz vor der Torlinie, machte dabei aber einen kleinen Sprung nach hinten. Zur Überraschung aller signalisierte der Linienrichter, dass der Ball hinter der Torlinie gewesen sei. Schiedsrichter Justus Zorn verließ sich auf seinen Assistenten und entschied auf 1:0 für die Gäste. Doch der FCH verdaute diesen Nackenschlag - dank Patrick Schmidt und Angelo Vaccaro.