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„Es hat einfach alles gepasst“

„Es hat einfach alles gepasst“

Fußball-Regionalligist SV Elversberg hat dem KSV Baunatal eine Lehrstunde erteilt. Am Ende hieß es 7:1 für die SVE. Unter den Torschützen war auch Nico Zimmermann, der erstmals seit einem Jahr in der Liga traf.

Die SV Elversberg hat sich am vergangenen Samstag in der Fußball-Regionalliga Südwest den Frust der vergangenen Wochen von der Seele geballert. Gegen den Tabellenletzten KSV Baunatal gewann die SVE mit 7:1 und schaffte damit den höchsten Sieg in ihrer Regionalliga-Geschichte. "Es hat heute einfach alles gepasst, wir hätten noch höher gewinnen können", sagte Nico Zimmermann, der für den Gelb-gesperrten Kevin Maek mal wieder von Beginn an spielen durfte und seit mehr als einem Jahr ein Ligator erzielte.

In der 30. Minute nutzte Zimmermann einen Fehler in der Baunataler Abwehr und traf aus spitzem Winkel zum 1:0 für die SVE. Noch vor der Pause erhöhte Mijo Tunjic nach dem nächsten Bock in der KSV-Abwehr auf 2:0 (41.). Auch beim dritten Elversberger Tor hatte die Gästeabwehr nicht unbedingt Regionalliga-Klasse. Tunjic konnte am Fünf-Meter-Raum ungehindert per Fallrückzieher flanken, Ricky Pinheiro brauchte am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinzuhalten - 3:0 (53.).

Die 912 Zuschauer im Stadion an der Kaiserlinde sahen einen offensichtlichen Klassenunterschied. Während die Elversberger Mannschaft aus Profis besteht, die fast alle Zweit- oder Drittliga-Erfahrung haben, sind die Baunataler Hobbyfußballer, die alle einem normalen Beruf nachgehen. Grundschullehrer Nico Schrader vergab bereits in Minute zehn eine große Chance für den KSV, machte es aber in der 61. besser: Nach einer Flanke von Bürokaufmann Christian Käthner traf Schrader aus fünf Metern zum 3:1. "Wir trainieren viermal pro Woche und wissen, dass es für uns jede Woche sehr schwer wird. Trotzdem ist das keine Berechtigung, um sieben Gegentore zu kassieren", sagte Schrader. Elversbergs Trainer Willi Kronhardt schmeckte der Gegentreffer überhaupt nicht. "Es ärgert mich einfach, dass wir in dieser Situation nicht konzentriert waren. Wir haben ansonsten 90 Minuten alles abgerufen, das war in Ordnung", sagte Kronhardt.

Doch der Gegentreffer war nicht mehr als ein Ausrutscher. Der eingewechselte Freddy Kyereh erzielte nur vier Minuten später mit seinem ersten Saisontor das 4:1 und bereitete das 5:1 von Tunjic mit einer schönen Flanke vor (73.). Tunjic konnte es sich zwei Minuten danach sogar erlauben, einen Elfmeter lässig zu verschießen. "Es war ein fast perfekter Tag für uns heute, da kann man über den schwachen Elfmeter einmal hinweg sehen", sagte Tunjic, der seinen Fehler in der 85. Minute mit dem Tor zum 6:1 wieder ausbügelte.

Für den Schlusspunkt zum 7:1 sorgte erneut Nico Zimmermann (85.), der sich wohl mit seinem ersten Doppelpack für die SVE einen Stammplatz am Samstag in Zweibrücken gesichert hat. "Das muss der Trainer entscheiden, ich sage zu meiner Situation nichts mehr", sagte Zimmermann, der seit einem Jahr zwischen Reservespieler, Stammspieler und Tribüne hin und her pendelt.