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Schwartzel ist der König von Augusta

Schwartzel ist der König von Augusta

Augusta. Noch Stunden nach dem hochdramatischen Finale im ersten Major-Golfturnier des Jahres suchte der südafrikanische Überraschungssieger Charl Schwartzel nach den passenden Worten. "Unglaublich, das ist verrückt, ich habe es noch nicht begriffen", stammelte er

Augusta. Noch Stunden nach dem hochdramatischen Finale im ersten Major-Golfturnier des Jahres suchte der südafrikanische Überraschungssieger Charl Schwartzel nach den passenden Worten. "Unglaublich, das ist verrückt, ich habe es noch nicht begriffen", stammelte er. Mit vier Birdies an den letzten vier Löchern parierte der 26-Jährige in der Nacht zu Montag in Augusta den Ansturm der Verfolger und holte sich mit 274 Schlägen das begehrte grüne Sieger-Jackett. Platz zwei teilten sich die Australier Jason Day und Adam Scott mit jeweils 276 Schlägen.Deutschlands Golfstar Martin Kaymer musste nach dem verpassten Cut die dramatischen Momente im "Augusta National Golf Club" untätig im Fernsehsessel verfolgen. Der 26-Jährige aus Mettmann sah, wie der nordirische Jungstar Rory McIlroy, Spitzenreiter nach Runde drei, vier Schläge Vorsprung auf den letzten 18 Löchern verspielte und nur 15. wurde. Und Kaymer erlebte, wie Tiger Woods (USA) vor der Schlussrunde zwischenzeitlich in Führung lag, letztlich mit 278 Schlägen Vierter wurde - und wie Alexander Cejka mit 288 Schlägen auf Platz 35 landete.

Der Deutsche Kaymer flog gestern zum nächsten Turnier nach Malaysia. Er bleibt trotz der Enttäuschung beim Masters eine weitere Woche die Nummer eins der Welt. Zum vierten Mal seit 2008 war er in Augusta am Cut gescheitert, wo vor 50 Jahren Schwartzels Landsmann Gary Player als erster Nicht-Amerikaner das Masters gewonnen hatte.

Schwartzel, der Außenseiter aus Johannesburg, blieb erstaunlich cool bei seinem fulminanten Endspurt auf dem Par-72-Kurs. Sein nervöser Vater George hielt in der Heimat bis 0.48 Uhr den Atem an, bis der dritte Südafrikaner nach Gary Player (1961, 1974, 1978) und Trevor Immelman (2008) das Masters endlich gewonnen hatte. "Es war ein aufregender Tag. Die Atmosphäre war unglaublich. Ich habe trotzdem versucht, so ruhig wie möglich zu bleiben", sagte Schwartzel. Zeitweise hatten zehn Golfer die Möglichkeit, sich den Siegerscheck von 1,440 Millionen Dollar zu sichern - aber für Woods, Luke Donald (278) und den Australier Geoff Ogilvy (278) war Schwartzel einfach zu stark. dpa