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Jonker fordert Zusammenhalt

Jonker fordert Zusammenhalt

München. Der bisherige Co-Trainer Andries Jonker will bei Fußball-Bundesligist Bayern München nicht alles anders machen als der bisherige Cheftrainer Louis van Gaal, aber seine schwierige Champions-League-Rettungsmission dennoch "auf meine Weise" zum Erfolg führen. "Louis van Gaal hat hier sehr viele Sachen sehr gut gemacht", betonte Jonker

München. Der bisherige Co-Trainer Andries Jonker will bei Fußball-Bundesligist Bayern München nicht alles anders machen als der bisherige Cheftrainer Louis van Gaal, aber seine schwierige Champions-League-Rettungsmission dennoch "auf meine Weise" zum Erfolg führen. "Louis van Gaal hat hier sehr viele Sachen sehr gut gemacht", betonte Jonker. Für den künftigen Amateur-Trainer der Bayern zählen in der jetzigen Situation keine klugen Konzepte, sondern allein Punkte im Liga-Endspurt. "Mein Ziel ist es, dass ich nach dem letzten Spieltag zufrieden nach Hause komme. Wir müssen am 14. Mai den dritten Platz und mehr Punkte als Hannover haben", erklärte Jonker. Einen Zähler Vorsprung hat Hannover 96 derzeit.Das Wie sei egal: "Ich brauche keine Spieler in fünf Spielen auszubilden, ich brauche keine Philosophie. Ich muss mit den Fans, mit dem Vorstand, mit meinem Stab und mit den Spielern die Champions-League-Qualifikation erreichen", verkündete Jonker. Und für dieses gemeinsame Ziel rief er Verein und Fans zur Geschlossenheit auf: "Wenn wir zusammenhalten, zusammenstehen, schaffen wir das!"

Dass er in seiner ersten Partie als Cheftrainer am Sonntag, 15.30 Uhr, gegen Bayer Leverkusen auf seinen Nachfolger Jupp Heynckes trifft, der die Bayern kommende Saison trainieren wird, sei für ihn nichts besonderes: "Das geht an mir vorbei." Jonker verriet, dass er erst nach van Gaals Befürwortung das Angebot des Vorstandes angenommen habe, Cheftrainer zu werden: "Es war eine sehr schwierige Frage für mich, weil ich eine sehr starke Beziehung zu Louis van Gaal habe." Gleich zwei Mal habe er am Samstag mit van Gaal telefoniert. Dieser habe zu ihm gesagt: "Wenn er in meinen Schuhen stehen würde, dann würde er den Job übernehmen." Auf Jonkers Initiative ging auch zurück, dass sich van Gaal gestern persönlich von der Mannschaft verabschiedete.

Jonker zog als erste Maßnahme den Trainingsbeginn auf zehn Uhr vor. Die Übungsinhalte blieben unverändert, aber auf dem Platz ging es erheblich lauter zu als zuletzt. Über personelle Veränderungen schwieg sich Jonker zunächst aus. Erwartet wird, dass Jörg Butt ins Tor zurückkehrt. Zumal Thomas Kraft nach seinem kapitalen Fehler, der am Samstag im Spiel beim 1. FC Nürnberg zum 1:1-Endstand führte, eine Trainingspause einlegen muss. "Er hat Rückenprobleme, ist nicht fit", berichtete Jonker. Umbauen muss er auf jeden Fall, weil Abwehrspieler Holger Badstuber wegen einer Gelb-Sperre pausieren muss. Und Arjen Robben wurde nach seiner Roten Karte für zwei Spiele gesperrt. Der Offensivspieler ließ sich am Samstag zu einer Schiedsrichterbeleidigung nach dem Schlusspfiff hinreißen. Er bekam vereinsintern eine Strafe von 15 000 Euro aufgebrummt. "Meine volle Entschuldigung an meine Fans und die Mannschaft. Das darf ich nicht machen", sagte er nach dem Platzverweis. Medien wollen erfahren haben, dass Robben Schiedsrichter Knut Kircher "Vollpfosten" nannte. dpa