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Rad-WM: Rui Costa trotzt dem toskanischen Dauerregen

Rad-WM: Rui Costa trotzt dem toskanischen Dauerregen

Nach fast siebeneinhalb Stunden Knochenarbeit im toskanischen Dauerregen hat der Portugiese Rui Alberto Costa den größten Sieg seiner Karriere gefeiert. Der 26-Jährige behielt in einem Radsport-Krimi die Nerven und sicherte sich gestern erstmals den WM-Titel im Straßenrennen der Profis.

Der dreimalige Etappengewinner der Tour de France ließ nach 272,26 Kilometer von Lucca nach Florenz den Spanier Joaquim Rodriguez am Nelson Mandela Forum mit einen Kraftakt im Sprint stehen. Der Berliner Simon Geschke war nach einem insgesamt sehr angriffsfreudigen und mutigen Auftritt auf Rang 14 mit 34 Sekunden Rückstand der bestplatzierte deutsche Fahrer. Bronze holte sich der Spanier Alejandro Valverde vor der großen italienischen Hoffnung Vincenzo Nibali, der im Finish nicht mehr genügend Reserven mobilisieren konnte und Vierter wurde.

Am Samstag hatte die Niederländerin Marianne Vos noch bei sonnigem Wetter ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Zum zweiten Mal seit 2003 bleiben die deutschen Frauen ohne WM-Medaille.