Olympische Familie richtet den Kampf gegen Doping neu aus

Olympische Familie richtet den Kampf gegen Doping neu aus

Annäherung oder neuer Zoff? Beim Olympic Summit in Lausanne legt die olympische Familie an diesem Samstag die Grundzüge ihres neuen weltweiten Doping-Kampfes fest. Es geht um nicht weniger als die Zukunft der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), die sich seit dem Doping-Skandal in Russland einen hartnäckigen Streit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) liefert.

Dick Pound, Wada-Gründungspräsident, zeigte wenig Vertrauen in den Gipfel, da die Anwesenden die "üblichen Verdächtigen" seien, die "nicht differenziert über das breite Spektrum der Fragen nachdenken". Im Gegenzug sprach IOC-Vize Juan Antonio Samaranch junior bezüglich der Zustände in den Doping-Laboren von Moskau und Sotschi, die von der Wada akkreditiert werden, von "Sodom und Gomorrha". Im Vorfeld des Gipfels wurde auch über eine Entmachtung der Wada spekuliert, schließlich hat die Agentur aus Montreal fast das komplette IOC gegen sich. Die Wada selbst drängt auf mehr Selbstständigkeit.