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Rosberg kann in Japan schon eine Vorentscheidung schaffen

Rosberg kann in Japan schon eine Vorentscheidung schaffen

Die Entscheidung in der Formel-1-WM 2016 wird zu einem Herzschlag-Duell der Mercedes-Silberpfeile. An diesem Sonntag beim Großen Preis von Japan könnte Nico Rosberg für eine Vorentscheidung sorgen.

Keine Playstation, keine Party, stattdessen volle Konzen tration auf Familie und Formel 1 : Nico Rosberg hat nach harten Lehrjahren in der Vollgas-Branche seine innere Mitte gefunden. "Ich habe gelernt, meine Energie nicht mehr mit Müll zu vergeuden", sagte der WM-Spitzenreiter im Vorfeld des Großen Preises von Japan an diesem Sonntag (7 Uhr/RTL) in Suzuka : "Diese Herangehensweise will und werde ich auf jeden Fall beibehalten." Müll? "Ja, alles das, was ihr schreibt", sagte er und grinste breit in die Medienrunde.

Es war nicht ganz so böse gemeint, versicherte Rosberg dann schnell, obwohl durchaus ein Teil Wahrheit in dem flapsigen Spruch steckte. Er verfolge Nachrichten über die Formel 1 im Allgemeinen und über sich selbst im Besonderen tatsächlich nicht mehr so intensiv wie früher. Außerdem meide er "Spiele auf dem PC oder Party bis 5 Uhr morgens" und widme sich stattdessen lieber "meiner Frau und meiner wunderbaren kleinen Tochter".

Ein Erfolgsgeheimnis hat Rosberg nicht - Energie ist das Zauberwort. "Ich stecke die Energie, die ich zur Verfügung habe, in das, was ich beeinflussen kann", erklärte der 31-Jährige. Deshalb mache er sich auch nach dem Motorschaden seines Teamkollegen Lewis Hamilton am vergangenen Sonntag in Malaysia keine Gedanken darüber, ob ihm möglicherweise demnächst etwas Ähnliches passieren könnte.

Rosberg hat Vertrauen in die Mercedes-Boxencrew und vor allem in sich selbst. Bei fünf noch ausstehenden Rennen hat er in der WM-Wertung einen Vorsprung von 23 Punkten auf den zweitplatzierten Hamilton. Sollte er auch in Suzuka gewinnen, könnte Hamilton aus eigener Kraft nicht mehr Weltmeister werden. Auch darüber, so Rosberg, denke er nicht nach. "Die WM-Entscheidung ist noch sehr, sehr weit weg."

Ob er sich denn im bislang besten Jahr seiner Karriere - wie es Hamilton stets auszudrücken pflegt - gesegnet fühle? "Nein", sagte Rosberg lächelnd: "Ich habe einen tollen Job und eine Familie, die ich liebe, aber gesegnet - ich würde lieber sagen, ich hatte bisher viel Glück im Leben."