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DFB-Pokal
Mainz und Schalke weiter, Paderborn überrascht erneut

Paderborn/Mainz. Drittligist und Wolfsburg stehen im Pokal-Viertelfinale.

Kurz vor Heiligabend hat sich der FSV Mainz 05 mit dem ersten Sieg seit über einem Monat selbst beschenkt und steht zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Viertelfinale (6. und 7. Februar) des DFB-Pokals. Die Rheinhessen nutzten die letzte Chance des Jahres und gewannen gestern das packende Duell der Bundesliga-Krisenclubs 3:1 (0:1) gegen den VfB Stuttgart. Sowohl die Mainzer als auch die punktgleichen Schwaben konnten ihre fünf zurückliegenden Ligaspiele nicht gewinnen. Emil Berggreen (62.), Abdou Diallo (71.) und Suat Serdar (90.+3) trafen für die Mainzer. Christian Gentner (41.) war für den VfB erfolgreich.


Nachdem beim Stand von 1:0 für Stuttgart Dennis Aogo per Handelfmeter am Mainzer Torwart Robin Zentner (54.) scheiterte, fiel statt des 2:0 auf der Gegenseite der Ausgleich. Das Spiel kippte nun, und Mainz drehte die Partie.

Drittligist SC Paderborn erreichte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DFB-Pokal und sorgte damit nach dem Beinah-Abstieg im vergangenen Sommer zum Jahresende für einen Höhepunkt. Das Team von Trainer Steffen Baumgart setzte sich in einer spannenden Begegnung am Ende verdient mit 1:0 (0:0) gegen Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt durch und bleibt damit einziger Drittligist im Cup-Wettbewerb. Ben Zolinski gelang in der 56. Minute der Siegtreffer für den Herbstmeister der 3. Liga, der zuvor mit dem FC St. Pauli und dem VfL Bochum bereits zwei Zweitligisten aus dem Pokal geworfen hatte.



Der FC Schalke 04 hat seine Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der Bundesliga-Zweite bezwang Schlusslicht 1. FC Köln mit viel Mühe 1:0 (0:0) und blieb zum 13. Mal in Folge ungeschlagen. Der Tabellenletzte Köln schied drei Tage nach seinem ersten Bundesligasieg der Saison zwar erwartungsgemäß aus, machte es dem Favoriten aber sehr schwer. Interimstrainer Stefan Ruthenbeck sammelte trotz der Niederlage weitere Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Heute will der FC entscheiden, ob der Nachfolger von Peter Stöger zur Dauerlösung wird. Nationalspieler Max Meyer erlöste in der 63. Minute die Schalker: Der kleinste Spieler auf dem Platz traf per Kopf. Während Köln nicht die Mittel für einen Sieg hatte, war es für Schalke ein Geduldsspiel.

Der VfL Wolfsburg musste beim kampfstarken Zweitligisten 1. FC Nürnberg nach 90 torlosen Minuten in die Verlängerung. Dort traf Felix Uduokhai (96.) zum 1:0 für den Bundesligisten, der lange schwach gespielt hatte und trotz leichter Überlegenheit meist harmlos war. Daniel Didavi machte schließlich den Sack für seine Wolfsburger mit dem Treffer zum 2:0-Endstand zu (118.).