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Maek muss es wieder richten

Maek muss es wieder richten

Die SV Elversberg wird derzeit nicht unbedingt von den Schiedsrichtern bevorzugt, um es vorsichtig auszudrücken. Auch beim 1:1 in Offenbach mussten die SVE-Spieler eine Fehlentscheidung verdauen.

Die Erleichterung beim Fußball-Regionalligisten SV Elversberg am Montagabend in Offenbach war spürbar, greifbar und offensichtlich. Greifbar war dabei vor allem Innenverteidiger Kevin Maek, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich im Topspiel gegen die Offenbacher Kickers erzielte. Sekunden später lag Maek unter einer jubelnden Spielertraube. Auch der Trainer- und Betreuerstab der SVE tanzte und hüpfte an der Außenlinie vor Freude und Begeisterung. "Der Punkt war super wichtig. Wir konnten Offenbach auf Distanz halten und haben unseren Vorsprung auf Eintracht Trier um einen Punkt ausgebaut", sagte SVE-Trainer Michael Wiesinger .

Für Kevin Maek war es bereits der siebte Saisontreffer. So gut wie alle seine Tore führten bislang zum Ausgleich oder zum Sieg. Nervt das nicht langsam, wenn man als Innenverteidiger auch immer noch dafür zuständig ist, dass die entscheidenden Tore fallen? "Mich stört das nicht weiter. Ich mache gerne entscheidende Tore", sagte Maek locker-gelöst.

In letzter Sekunde verhinderte die SVE ihre dritte Niederlage in Folge und bleibt auf Tabellenplatz zwei, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga berechtigt. Vor 7327 Zuschauern hatte die Partie allerdings denkbar unglücklich für die defensiv eingestellten Elversberger begonnen. In der 14. Minute prallten SVE-Stürmer Moritz Göttel und Kickers-Torhüter Daniel Endres außerhalb des Strafraumes unglücklich zusammen. Endres blieb am Boden liegen, Göttel stand mit dem Ball am Fuß frei vor dem leeren Tor. Schiedsrichter Marcel Göpferich entschied auf Freistoß für Offenbach - die nächste fatale Fehlentscheidung gegen die SVE, der so die 1:0-Führung verwehrt blieb. Bereits beim 0:2 gegen den 1. FC Saarbrücken bekam die SVE einen klaren Handelfmeter nicht zugesprochen, und bei der 0:1-Niederlage gegen Hessen Kassel wurde ein Foul an SVE-Stürmer Mijo Tunjic im Strafraum nicht geahndet. "Natürlich fühlen wir uns benachteiligt, da es alles spielentscheidende Situationen waren. Aber wir versuchen, daraus positive Energie zu ziehen", sagte Wiesinger.

Wie bereits schon öfter in dieser Saison kassierte die SVE auch in Offenbach den 0:1-Rückstand nach einem weiten Flugball aus der gegnerischen Hälfte. Maik Vetter traf mit dem Knie aus sieben Metern zur Kickers-Führung (78.). Dank Kevin Maek durfte die SVE am Ende dennoch jubeln. Und während die Spitzenteams in den verbleibenden neun Saisonspielen so gut wie alle noch gegeneinander spielen, empfängt die SVE am vorletzten Spieltag nur noch Spitzenreiter Waldhof Mannheim.