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Luhukay stolpert über Derby-Pleite

Luhukay stolpert über Derby-Pleite

Mönchengladbach. Ende statt Wende: Das 1:2 im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln war für Jos Luhukay eine Niederlage zu viel. Nach sechs Pleiten in sieben Spielen sahen sich die Verantwortlichen des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, Borussia Mönchengladbach, gestern Nachmittag gezwungen, den Niederländer zu entlassen

Mönchengladbach. Ende statt Wende: Das 1:2 im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln war für Jos Luhukay eine Niederlage zu viel. Nach sechs Pleiten in sieben Spielen sahen sich die Verantwortlichen des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, Borussia Mönchengladbach, gestern Nachmittag gezwungen, den Niederländer zu entlassen. "Jos Luhukay ist unser Aufstiegstrainer und ihm gilt unser Dank und unser Respekt. Wir schätzen ihn menschlich und fachlich sehr, trotzdem hat uns die aktuelle sportliche Lage veranlasst, uns von ihm zu trennen", begründete Präsident Rolf Königs die erste Trainer-Entlassung der Saison.

Zunächst wird Sportdirektor Christian Ziege das Training übernehmen. "Wir suchen ab sofort nach einem neuen Trainer, der zum Verein und zur Mannschaft passt, werden dies aber in Ruhe und mit Sorgfalt tun", erklärte Ziege, den die sportliche Talfahrt sichtlich mitgenommen hat. "Es wird keinen Schnellschuss geben, deshalb habe ich mich bereiterklärt, die Mannschaft vorübergehend zu trainieren", sagte der Sportdirektor.

Am Samstag nach der unglücklichen, aber nicht unverdienten Niederlage gegen Köln war der Europameister von 1996 einer Entscheidung noch ausgewichen. Letztendlich konnte aber auch Ziege, der die Borussia zusammen mit Luhukay nach dem Abstieg 2007 direkt ins Oberhaus zurückgeführt hatte, den Niederländer nicht mehr länger halten. Am Ende eines Beratungs-Marathons stand der Rausschmiss des Trainer. Heute will sich Ziege zusammen mit Königs zur weiteren Vorgehensweise äußern. Ob bereits ein neuer Trainer präsentiert wird, ist unklar. Als mögliche Kandidaten werden derzeit Mirko Slomka und Hans Meyer gehandelt. Möglich wäre auch eine Dauer-Lösung mit Ziege als Trainer, dem wegen der fehlenden Trainerlizenz A-Jugend-Coach Sven Demandt assistieren könnte. Präsident Königs gilt als Anhänger dieser Idee.

Luhukay hatte sich am Samstag noch kämpferisch gezeigt. "Das Wort Aufgeben kenne ich nicht", hatte der Coach gesagt. Auch die Spieler standen bis zuletzt hinter dem Niederländer, der am 1. Februar 2007 Jupp Heynckes bei den "Fohlen" abgelöst hatte. "Ich und die Mannschaft stehen ganz klar zum Trainer", sagte Nationalspieler Marko Marin. Die Vereinsführung tat das nicht. dpa