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0:5-Debakel für den 1. FC Kaiserslautern in Koblenz

0:5-Debakel für den 1. FC Kaiserslautern in Koblenz

Koblenz. Gut 2500 Lauterer Fans hatten sich gestern unter die 15000 Zuschauer im Koblenzer Oberwerth-Stadion gemischt, um ihren FCK zum sechsten Sieg in Folge zu pushen. Umgekehrt wollte die TuS Koblenz der beeindruckenden Serie von 15 Heimspielen ohne Niederlage einen weiteren Sieg hinzufügen

Koblenz. Gut 2500 Lauterer Fans hatten sich gestern unter die 15000 Zuschauer im Koblenzer Oberwerth-Stadion gemischt, um ihren FCK zum sechsten Sieg in Folge zu pushen. Umgekehrt wollte die TuS Koblenz der beeindruckenden Serie von 15 Heimspielen ohne Niederlage einen weiteren Sieg hinzufügen.

Durch einen kuriosen Gegentreffer geriet Kaiserslautern bereits in der zehnten Minute in Rückstand. Christopher Lamprecht leistete sich einen folgenschweren Faux Pas, als er im eigenen Strafraum den Koblenzer Matthew Taylor bediente - und der brauchte nur noch einzuschieben. Koblenz spielte aggressiver und bewies deutlich mehr Zug zum Tor als die Roten Teufel, die in der Abwehr zu passiv agierten und sich viele leichte Fehler erlaubten. So war es erneut Taylor, der sich gegen die gesamte Lauterer Deckung durchsetzte und FCK-Torhüter Tobias Sippel keine Chance ließ. Nach nur 18 Minuten führten die Hausherren verdient mit 2:0.

Es kam noch schlimmer. In der 34. Minute leistete sich der bereits verwarnte Ex-Koblenzer Anel Dzaka ein unnötig hartes Einsteigen im Mittelfeld. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wies Dzaka den vorzeitigen Weg in die Kabine - bereits der zweite Platzverweis für den Mittelfeldregisseur innerhalb von drei Wochen. Zur Halbzeit war der FCK mit dem Zwei-Tore-Rückstand noch gut bedient.

Das dritte Tor für die Hausherren folgte nur Minuten nach Wiederanpfiff, als Schiri Kinhöfer nach einem Zweikampf zwischen Tobias Sippel und Matthew Taylor auf Strafstoß entschied. Matej Mavric ließ sich nicht lange bitten und erhöhte auf 3:0.

Trotz der fast schon aussichtslosen Situation versuchte der FCK, nach vorne zu spielen, hatte bei einigen Chancen aber Pech im Abschluss. Anders die Gastgeber, die in der 59. Minute durch Emmanuel Krontiris das 4:0 erzielten. Das Spiel entwickelte sich für den FCK zu einem Debakel. So sah FCK-Trainer Milan Sasic "einen Tag, an dem alles gegen uns lief". Zwar versuchte Lautern das Ergebnis zu korrigieren. Das Tor fiel indes auf der anderen Seite, als Taylor mit seinem dritten Treffer den Endstand herstellte.

Trotz des deutlichen Ergebnisses konnte Sasic "die Mannschaft nicht kritisieren. Ich habe keinen einzigen Spieler gesehen, der heute nicht alles gegeben hat. Ich denke, dass das nur ein Ausrutscher war.". FCK-Kapitän Axel Bellinghausen fügte kämpferisch hinzu: "Gegen Ahlen wird wieder ein anderer FCK spielen."