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Die Masters-Serie beginnt
Ein neuer Pokal und wieder ein Rekord

Vergangene Saison triumphierte der Oberligist FC Hertha Wiesbach um Kapitän Hendrik Schmidt (Dritter von links) beim Hallenmasters.
Vergangene Saison triumphierte der Oberligist FC Hertha Wiesbach um Kapitän Hendrik Schmidt (Dritter von links) beim Hallenmasters. FOTO: Thomas Wieck / Wieck
Saarbrücken. Die Anziehungskraft des saarländischen Hallenmasters ist ungebrochen. In dieser Saison gibt es so viele Quali-Turniere wie nie zuvor. Philipp Semmler

Das neue Objekt der Begierde ist 77 Zentimeter groß, ganz in glänzendem Silber gehalten und thront auf einem tiefschwarzen Podest: Anlässlich der Pressekonferenz vor dem Start in die Qualifikations-Serie zum 26. Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) wurde ein neuer Siegerpokal für den Masters-Gewinner vorgestellt.


„Mit dem alten Pokal wurde viel gefeiert, und er hat ein wenig gelitten. Deshalb haben wir einen neuen angeschafft“, erklärte SFV-Spielleiter Adalbert Strauß am Freitag lachend. Den „Gnadenschuss“ erhielt der alte Pokal beim Masters 2017 in der Saarbrücker Saarlandhalle. Während des Endspiels zwischen Oberligist FC Hertha Wiesbach und Saarlandligist Spvgg. Quierschied (4:2) wurde der „Pott“ von einem Schuss des Quierschieders Mexhid Kadrija getroffen. Dadurch fiel der Pokal vom Podest und war stark ramponiert.

Wie schon 2017 wird der Pokal auch beim Masters 2018 am 28. Januar wieder in der Saarbrücker Saarlandhalle überreicht. „Wir haben mit den Betreibern der Saarlandhalle einen Drei-Jahres-Vertrag für die Ausrichtung des Masters unterzeichnet“, berichtete SFV-Geschäftsführer Andreas Schwinn.

Die Entscheidung, künftig nur noch in Saarbrücken zu spielen, fällte der SFV-Vorstand einstimmig. Zuletzt war im wechselnden Rhythmus in der Saarlandhalle, der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle und im Sportzentrum Homburg-Erbach gekickt worden. Für die Saarlandhalle spricht die große Zuschauer-Kapazität. Dort finden beim Masters 3400 Zuschauer Platz. In Homburg-Erbach sind es rund 3000, in Völklingen nur knapp 2000. „Wenn wir eine Halle mit 5000 Plätzen hätten, würden wir die auch voll bekommen. Denn die Nachfrage nach den Masters-Tickets ist groß“, erklärte Schwinn. Zudem spielte auch die Atmosphäre bei den Turnieren 2014 und 2017 in Saarbrücken eine Rolle bei der Entscheidung für die Saarlandhalle. „Dort war eine tolle Stimmung, die in den beiden anderen Hallen nicht erreicht wurde“, sagte Schwinn.

Erstmals wird der SFV beim Masters 2018 auch selbst als Ausrichter fungieren. Bisher hatte er diese Aufgabe immer an einen Verein übertragen. „Wegen des größeren Organisationsaufwands und Sicherheitsauflagen sind die Clubs immer mehr an ihre Grenzen gestoßen. Deshalb haben wir uns entschieden, es jetzt selbst zu machen“, erläuterte Schwinn.



Dabei arbeitet der SFV aber weiter mit einem Verein zusammen: Der SV Saar 05 wird den Verband mit 90 Helfern unterstützen, die überwiegend für die Bewirtung zuständig sind. Der SFV selbst wird die Organisation mit einem 15-köpfigen Team stemmen und im Security-Bereich auf rund 40 Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma zurückgreifen.

Neben dem automatisch qualifizierten Titelverteidiger Wiesbach werden ab dem kommenden Freitag in der Qualifikations-Serie sieben Masters-Teilnehmer gesucht. Punkte für die Teilnahme können 231 Clubs bei 52 Qualifikations-Turnieren sammeln. Dies sind so viele wie noch nie zuvor. Neu im Masters-Kalender sind die Turniere des SV Merchweiler, der DJK Dillingen, der DJK St. Ingbert und der SG Linxweiler. Nach einjähriger Pause wird auch das Turnier des SC Viktoria Hühnerfeld wieder ausgetragen.

Die meisten Turniere spielt in diesem Winter Saarlandligist SF Köllerbach, der gleich bei zwölf Veranstaltungen mit dabei ist. Für neun Turniere gemeldet haben der VfB Dillingen, der FC Rastpfuhl, Hellas Bildstock und die SG Körprich-Bilsdorf. Das Turnier mit der höchsten Wertigkeit (80 Wertungspunkte) veranstaltet der SV Saar 05. Ebenfalls stark besetzt sind die Veranstaltungen des SC Halberg Brebach (76), von Borussia Neunkirchen (72) und des SV Auersmacher (71).