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Schlechte Nachrichten für Fans
FCS darf nicht vor 2020 zurück in Ludwigspark

FCS-Präsident Hartmut
Ostermann
FCS-Präsident Hartmut Ostermann FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Schlechte Nachrichten für alle Fans des 1. FC Saarbrücken: Der Verein bleibt noch über Jahre ohne Heimat.

Der Umbau des Saarbrücker Ludwigsparks soll im Februar 2020 – und damit ein gutes halbes Jahr früher als bisher geplant – vollendet sein. Aber: Eine schnelle Rückkehr des 1. FC Saarbrücken ist nicht möglich. Dies erklärte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) gestern und erteilte dem Wunsch des FCS eine Absage, spätestens bei möglichen Aufstiegsspielen zur Dritten Liga im Mai in die alte Heimstätte zurückzukehren. „Dies hätte den Bau um Jahre verzögert und unverhältnismäßig verteuert“, sagte Britz.


Im Falle des Aufstiegs muss sich der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest nun eine andere Spielstätte suchen, denn das Völklinger  Stadion ist in seinem jetzigen Zustand nicht genehmigungsfähig. „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten. Ein möglicher Aufstieg wird nicht an der fehlenden Spielstätte scheitern“, sagte FCS-Präsident Hartmut Ostermann, der von einem schlechten Tag für den Verein sprach. Zu alternativen Spiel­orten äußerte sich Ostermann nicht. Im Saarland ist einzig das Stadion der SV Elversberg drittligatauglich. Mit geringfügigen Investitionen wäre wohl auch ein Umzug ins Homburger Waldstadion möglich, aufgrund der Fan-Rivalität ist dies jedoch unwahrscheinlich.

Im Ludwigspark soll laut Stadtverwaltung im Mai nach der Grundsteinlegung mit dem Abbruch des Unterrangs an der noch bestehenden Tribüne begonnen werden. Zeitgleich sollen die Arbeiten am neuen Funktionsgebäude der Haupttribüne starten. Im Sommer sollen die Fundamente der neuen Ost- und Westtribüne gelegt werden. „Der Ablauf ist so optimiert, damit die Großgeräte kostengünstig eingesetzt werden können“, sagte Jürgen Schäfer, Geschäftsführer der GIU, die das Gebäude-Management der Stadt regelt: „Unterbrechungen der Baustelle würden neue Kosten verursachen. Eine weitere Kostensteigerung kann sich die Landeshauptstadt aber nicht leisten.“ Das Limit von 28 Millionen Euro soll nicht überschritten werden.