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Damit Kinder gewaltfrei agieren können

Damit Kinder gewaltfrei agieren können

St. Wendel. Die Stiftung Hospital St. Wendel hat Anfang Dezember 15 Mitarbeiter durch die Faustlos-Trainerin Andrea Stephan ausbilden lassen. "Faustlos" ist ein Gewaltpräventionsprojekt des Heidelberger Präventionszentrums, entwickelt unter der Leitung von Professor Cierpka. Dessen Kurs "Das Baby verstehen" ist im Landkreis bereits bekannt

St. Wendel. Die Stiftung Hospital St. Wendel hat Anfang Dezember 15 Mitarbeiter durch die Faustlos-Trainerin Andrea Stephan ausbilden lassen. "Faustlos" ist ein Gewaltpräventionsprojekt des Heidelberger Präventionszentrums, entwickelt unter der Leitung von Professor Cierpka. Dessen Kurs "Das Baby verstehen" ist im Landkreis bereits bekannt.Kinder, die durch die Jugendhilfe in schwierigen Lebenssituationen unterstützt werden, zeigen zunehmend starke psychische Belastungen, denen immer professioneller begegnet werden muss. Bindungs- und emotionale Störungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Fähigkeit zur Empathie ist eine wesentliche Grundlage zu einem gewaltfreien Umgang miteinander. Unter Empathie versteht man die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Die Projektleiterin des teilstationären Jugendhilfebereichs im Hospital, Astrid Schmitt-Jochum, möchte mit dieser Ausbildung dem Konzept der teilstationären Erziehungshilfe einen weiteren Baustein hinzufügen. Auch Mitarbeiterinnen der Familienberatungszentren der Stiftung im Kreis St. Wendel haben sich zu ausbilden lassen.

Das Programm "Faustlos" vermittelt sowohl Kindergarten- als auch Schulkindern dem Alter und der Entwicklung entsprechungsoziale Kompetenzen. Es ergänzt die Arbeit der Jugendhilfe in den für eine effektive Gewaltprävention zentralen Bereichen "Empathie", "Impulskontrolle" und "Umgang mit Ärger und Wut". In Kindergärten und Grundschulen kann das Programm in 28 halbstündigen Einheiten vermittelt werden. red