Sanierung der Kurhalle in Nonnweiler kostet 890 000 Euro

Bauarbeiten in vollem Gange : Sanierung der Kurhalle kostet 890 000 Euro

Zunächst war in Nonnweiler nur eine kleine Baumaßnahme geplant. Nach Prüfung der Bausubstanz ist daraus sukzessive ein Großprojekt geworden.

Die Nonnweiler Kurhalle ist in die Jahre gekommen. Das 1974 erbaute Gebäude entspricht teils nicht mehr den modernen Standards und weist einige Mängel auf. Zeit also, um die Sanierung in Angriff zu nehmen. Und genau das hat die Gemeinde nun getan. „Vor sechs Wochen haben wir zunächst mit dem Rückbau begonnen“, sagt Bauamtsleiter Jörg Martin. Die Zimmer seien leergeräumt, die Verkleidungen von Decken und Wänden entfernt worden. Vor vier Wochen hätten dann die eigentlichen Bauarbeiten begonnen.

Die Erneuerung der Halle habe sich mittlerweile zu einem echten Großprojekt entwickelt. „Zuerst hatten wir nur vor, die Toiletten umzubauen“, schildert Martin. Denn es seien weder ausreichend sanitäre Anlagen vorhanden, noch seien diese behindertengerecht gewesen. Die Überprüfung der Bausubstanz hätte jedoch weitere Schwachstellen offenbart. „Wir haben dabei festgestellt, dass die Dachabdichtung im Foyer-Bereich in einem schlechten Zustand ist“, erinnert sich Martin. Also habe man beschlossen, nicht nur die Toiletten und das Foyer umzubauen, sondern auch noch das Flachdach zu sanieren.

Die Gesamtkosten belaufen sich laut Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD-unterstützt) auf 890 000 Euro. Allerdings sei es gelungen, Fördermittel zu akquirieren. Da es sich bei den Arbeiten am Dach um eine energetische Sanierung handele, gebe es dafür einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent. Für den Umbau der Sanitäranlagen und des Foyers erhält die Gemeinde eine 90-prozentige Förderung aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“. „Unser Eigenanteil liegt damit bei rund 231 000 Euro“, rechnet Barth vor.

Den Arbeitern sei es in den vergangenen Wochen schon gelungen, das Dach abzudichten. So könnten sie im Inneren – unabhängig vom Wetter – weiter bauen. Zurzeit sind die Rohbauarbeiten im Gange, es werden beispielsweise Durchbrüche geschlagen und neue Wände gezogen. „Außerdem installieren wir im Foyer vier Lichtkuppeln, damit der Raum heller wird“, verrät Bauamtsleiter Martin. Nach dem Umbau werde das Foyer dann rund 80 Quadratmeter größer sein. In dem neuen Gebäudeteil soll es neben den Toiletten auch noch einen neuen Lagerraum geben. Und direkt daneben sei ein etwa 80 Quadratmeter großer, überdachter Parkplatz geplant.

Das Foyer wird um 80 Quadratmeter erweitert. In dem neuen Gebäudeteil sollen Toiletten und ein Lagerraum untergebracht werden. Foto: Jörg Martin

„Wir wollen mit den Arbeiten bis Anfang nächsten Jahres fertig sein“, verrät Barth. Er möchte den traditionellen Bürgermeisterempfang mit der Eröffnungsfeier der Kurhalle verbinden. Die Faasendbooze müssten aufgrund der Bauarbeiten allerdings noch ausweichen. Der Start der Session im November finde zum Beispiel im Bürgerhaus in Braunshausen statt. „Wohin wir die weiteren Fastnacht-Veranstaltungen verlegen, müssen wir uns noch überlegen“, sagt der Rathauschef. Aber es stünden schon einige Ideen im Raum.

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