Die Spitze ist wieder in Reichweite

Die Spitze ist wieder in Reichweite

Fußball-Saarlandligist VfL Primstal hat am Samstag vor 250 Zuschauern den Tabellenzweiten SC Friedrichsthal mit 2:0 (1:0) nach Hause geschickt. Bis zur 90. Minute machte es der VfL aber spannend.

Ein letztes Mal geht die Post ab in Richtung des Friedrichsthaler Tores. Pascal Limke, Flügelspieler des Fußball-Saarlandligisten VfL Primstal , dringt mit vollem Tempo über links in den Strafraum ein, täuscht erst einen Schuss nur an und zieht dann ab - und der Ball schlägt zum entscheidenden 2:0-Endstand im Friedrichsthaler Tor ein.

"Ich bin unheimlich froh, dass der Ball drin war. Am Ende hat uns nach dem Pokalspiel gegen Saar 05 nämlich schon etwas die Luft gefehlt", gesteht der 21-jährige Sitzerather. Der Sieg gegen den Saarlandliga-Zweiten Friedrichsthal war nicht unverdient, aber durchaus auch etwas glücklich. In Halbzeit eins konnten sich die Gastgeber kaum Tormöglichkeiten erspielen. Primstals beste Chance bis kurz vor der Pause: Einen Zuckerpass von Lukas Biehl verstolperte Julian Scheid frei vor dem Tor (36. Minute). 45 Minuten lang waren dagegen die Gäste die klar spielbestimmende Mannschaft. Sascha Fess traf nur die Latte (8.), Sascha Lang (29.) schoss am Gehäuse vorbei, Daniel Reinhardt (33.) drüber.

"Friedrichsthal hat uns mit seinem schnellen Passspiel viele Probleme bereitet", gibt VfL-Trainer Andreas Caryot zu. Ein Patzer der Gäste leitete dann aber die Primstaler Führung ein. Limke war Alexander Ernst entwischt und wurde gelegt. Steffen Haupenthal servierte die Freistoßflanke maßgerecht, Spielführer Marc Pesch köpfte am langen Pfosten die Kugel zur überraschenden 1:0-Halbzeitführung ein (44.).

Führung zur optimalen Zeit

"Das Tor ist zu einem optimalen Zeitpunkt gefallen. Für mich wurde es Zeit, dass ich mal treffe", freute sich Pesch über seinen ersten Saisontreffer. Und der verlieh dem Spiel im zweiten Abschnitt wesentlich mehr Sicherheit. "Hinten haben wir sehr organisiert gestanden und dadurch besser nach vorne gespielt", sagte Caryot. Doch der zweite Treffer fiel zunächst nicht. Biehl scheiterte an SCF-Schlussmann Matthias Kuhn, und auch die Nachschüsse von Haupenthal und Scheid landeten nicht in der Kiste (56.). Knapp war's auch auf der Gegenseite, als ein Distanzschuss von Fabrice Peter am Pfosten vorbeiflog (74.).

Zwei Minuten später schwächten sich die Gäste selbst. Kapitän Daniel Schlicker schubste Tobias Scherer und musste mit der Ampelkarte vom Platz. In Überzahl nutzte der VfL seine Freiräume, aber Biehl (83.) köpfte eine Flanke von Rechtsverteidiger Timo Ostermann am Tor vorbei. In der Schlussminute wuchtete Scherer den Ball mit dem Kopf in den Laufweg von Limke, und dessen Einzelleistung entschied die Partie.

"Mit dem Oberligisten Saar 05 und Friedrichsthal haben wir nacheinander zwei starke Gegner besiegt", resümierte Caryot zufrieden. Durch den Heimerfolg über Friedrichsthal rückte der VfL in der Tabelle auf Rang sechs vor und hat nur noch drei Punkte weniger als Spitzenreiter FV Eppelborn auf dem Konto. Am kommenden Sonntag geht's zum Tabellen-Vorletzten SV Mettlach, in der nächsten Pokalrunde am 9. November hat der VfL Heimrecht gegen den Ligakonkurrenten SV Bübingen. Fußball-Saarlandligist SV Hasborn bleibt in der Erfolgsspur. Am Sonntag setzte sich das Team von Spielertrainer Mathäus Gornik dank eines Treffers des eingewechselten Stefan Steinbeck mit 1:0 beim Liga-Schlusslicht FV Siersburg durch. Für Hasborn war es der vierte Sieg in Serie und das fünfte Spiel in Folge ohne Gegentreffer. In der Tabelle kletterte der SV dadurch auf Rang neun. Der Tabellenvierte VfB Dillingen hat nur sechs Punkte mehr als die Gornik-Elf, der Tabellenzweite SC Friedrichsthal sieben Zähler mehr.

Allerdings fällt der Hasborner Erfolg vor 150 Zuschauern in Siersburg eher in die Kategorie glücklich. Das musste auch Gornik zugeben. "Eigentlich hätte Siersburg gewinnen müssen. Sie hatten mehr Chancen, und wir waren richtig schlecht", gab der Trainer zu.

Für den Siegtreffer der Gäste sorgte der eine Viertelstunde zuvor für Fernando da Silva in die Partie gekommene Stefan Steinbeck in der 79. Minute. Nicolas Küss hatte Steffen Hoffmann auf der Außenbahn in Szene gesetzt. Der lief bis an die Grundlinie und legte die Kugel in den Strafraum , wo Steinbeck unhaltbar zum 1:0 für Hasborn einschoss. Zuvor hatten die Rot-Weißen ein paar Mal Glück gehabt, dass sie nicht in Rückstand geraten waren. So rettete Torwart Christian Reiter mehrfach, einmal klärte Innenverteidiger Michael Rauber für den schon geschlagenen Schlussmann auf der Linie, und einmal scheiterten die Hausherren am Pfosten.

Am Samstag steht für Hasborn nun ein weiteres Duell gegen einen Abstiegskandidaten an. Um 15.30 Uhr empfängt der SV die Spvgg. Quierschied, die seit einigen Wochen von Lothar Pesch trainiert wird.