Selbstbewusstes Auftreten hilft viel

Selbstbewusstes Auftreten hilft viel

In Gefahrensituationen sollen nicht sofort die Fäuste fliegen. Beim vom Braunshausener Fudokan-Karate-Do-Verein angebotenen Herbstferien-Selbstverteidigungskurs stand das situationsgerechte Verhalten zur Gewaltprävention im Vordergrund.

Zehn Jugendliche im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nahmen in den Herbstferien am vom Braunshausener Fudokan-Karate-Do-Verein in der Peterberghalle angebotenen Selbstverteidigungskurs teil. "Eltern und die Sitzerather Ortsvorsteherin Lieselene Scherer haben uns nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht darauf angesprochen, ob wir nicht einmal einen Selbstverteidigungskurs für Jugendliche organisieren können", erklärte Michael Schirra vom Otzenhausener Jugendhilfeträger Idee.on gGmbH. Gesagt, getan. Die Karatetrainer Klaus Peter Koch (2. Dan) und Martin Kirsch (3. Dan) an drei Tagen das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. Die Mädels und Jungs sollten brenzlige Begebenheiten nicht nur analysieren, sondern auch frühzeitig erkennen und sich mit ihrem Verhalten auf die Situation einstellen. Würden kritische Umstände erkannt, so stehe immer das Verhalten zur Gewaltprävention im Vordergrund, so der Ansatz beider Trainer. "Wir stellen uns nie mit geschlossenen Fäusten hin, die Grundsymbolik ist eine offene Hand", sagte Koch zu den Jugendlichen. Damit sie ein Gefühl dafür bekamen, was ein Schlag auswirken kann, mussten die Schüler mit der Handfläche gegen ein Polster schlagen. "Die andere Seite ist einen Schlag aufzunehmen", so Koch. Demonstriert wurden dazu Verteidigungsstrategien. "Wir haben vom Karate abgeleitete vereinfachte Techniken gezeigt", so Koch. Dazu gehörte das richtige Abblocken eines Schlages und das Lösen aus Griffen im Liegen. "Wichtig ist, dass man dem Gegenüber ein selbstbewusstes Auftreten signalisiert", legte Koch seiner Gruppe nahe. Für den Braunshausener Karateverein war es der erste Selbstverteidigungskurs den er mit Schüler durchgeführt hat.

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