Warmes Essen nach der Spende

In mittlerweile fast 30 Jahren kamen beim Deutschen Roten Kreuz in Menningen 4912 Blutkonserven zusammen. Nun wurden im Menninger Bürgerhaus einige fleißige Spender für ihr Engagement geehrt.

Menningen ist ein kleines Dorf, hat nur 635 Einwohner, aber wenn hier zur Blutspende aufgerufen wird, kommen im Schnitt 70 Personen, und das hat einen besonderen Grund: Es ist gemütlich im Menninger Bürgerhaus, und dank des Fleißes einiger DRK-Frauen wird nach jeder Spendenaktion ein warmes Essen serviert.

"1987 haben wir angefangen", erzählt Eberhard Mock, der seit 44 Jahren die DRK-Ortsgruppe leitet und selbst schon 75 Mal gespendet hat. In diesen nunmehr fast 30 Jahren kamen 4912 Blutkonserven zusammen. "Mit einer Blutkonserve kann man bis zu drei Menschenleben retten, weil das Blut in seine Bestandteile zerlegt wird", erläuterte Christoph Ernwein, Referent der Blutspendezentrale in Bad Kreuznach. Vielerorts seien die Spenden rückläufig, in Menningen haben sie zugenommen. Das habe das vorbildliche Engagement der DRK-Ortsgruppe bewirkt.

Auch Ortsvorsteherin Rosi Gruhn würdigte die Einsatzkräfte und vor allem das Küchenteam, dem es wohl zu verdanken sei, dass auch viele Spender von außerhalb die Termine in Menningen wahrnehmen. "Blutspendetermine in dieser Größenordnung sind keine Selbstverständlichkeit", konstatierte der Merziger Bürgermeister Markus Hoffeld und adressierte an das Menninger DRK-Team ein "Riesenkompliment". Eberhard Mock hofft, dass diese Zahlen vielen Menschen zum Vorbild gereichen und Jugendliche dazu ermuntern, sich an den Spendeaktionen zu beteiligen. In Menningen wurden junge Leute gefunden. Sie sichern die Kontinuität dieser Einrichtung.

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Auf einen blickGeehrt wurden für 25 Blutspenden Gerhard Buchholz, Harry Obser, Wolfgang Dollwet und Klaus Conrad. 50 Mal haben Jörg Pawlak, Michael Ittermann, Christel Ludwig und Werner Groß, 75 Mal Petra Jager und Eberhard Mock gespendet. Drei Spender konnten mit besonders großen Zahlen aufwarten: Jürgen Horf (100 Mal). Peter Hoffmann (125 Mal) und Hermann Seiwert mit 150 Blutspenden. eil

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