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Chance auf Überraschung ist günstig

Chance auf Überraschung ist günstig

Im Viertelfinale des Fußball-Saarlandpokals heute Abend scheint die Chance für den Oberligisten FC Hertha Wiesbach so günstig wie selten, den favorisierten FC Homburg ins Straucheln zu bringen. In der Regionalliga läuft es beim FCH derzeit nämlich gar nicht.

"Das wird ein Highlight - für die Spieler, für den Verein und für mich auch." Helmut Berg, Trainer des Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach, freut sich auf das Saarlandpokal-Viertelfinalspiel heute Abend um 19 Uhr. Denn der Gegner der Hertha hat es in sich - mit dem Traditionsverein und ehemaligen Bundesligisten FC Homburg kommt der Tabellensiebte der Regionalliga Südwest ins Prowinstadion. Auf den Sieger wartet im Halbfinale Saarlandligist VFB Dillingen, der am vergangenen Mittwoch überraschend Oberligist Borussia Neunkirchen aus dem Pokal geworfen hatte (4:2 nach Elfmeterschießen).

Genauso wie Dillingen der Borussia will auch Berg dem klassenhöheren Gegner ein Bein stellen. Der Hertha-Trainer weiß aber: "Unsere Gegner sind Profifußballer. Wir brauchen eine Topleistung und die Unterstützung der Zuschauer, wenn wir eine Chance haben wollen." Die Möglichkeit auf eine Überraschung scheint aber im Augenblick günstiger denn je. Denn der FCH, dessen Trainer Christian Titz just heute seinen 43. Geburtstag feiert, ist nach der Winterpause in der Regionalliga völlig aus dem Tritt geraten. Nach nur einem Sieg aus sieben Partien sind die Aufstiegsambitionen jäh beendet. Mit 14 Punkten Abstand auf die Relegations- und elf Punkten auf die Abstiegsplätze ist der FCH im Niemandsland der Tabelle angekommen. Und auch Titz steht mächtig unter Druck, bei einer Niederlage wäre er seinen Job wohl los, heißt es aus dem Umfeld des Vereins.

"Homburg steht deshalb unter Druck. Der Saarlandpokal ist das Ziel, das der FCH noch erreichen kann", sagt Berg, der heute wieder auf seinen Kapitän bauen kann. Carsten Ackermann konnte in der vergangenen Woche krankheitsbedingt nicht mittrainieren, saß auch während des 2:3 am Samstag bei Tabellenführer FK Pirmasens zunächst nur auf der Bank, ist mittlerweile aber wieder fit.

Drei Ex-Homburger bei Hertha

Gleich mehrere Wiesbacher sind auch schon im Homburger Trikot aufgelaufen. Verteidiger Jeremy Groß spielte von 2004 bis 2006 für den FCH. Hertha-Mittelfeldmotor Engin Yalcin kickte von 2011 bis 2012 für die Grün-Weißen. Vor allem Björn Recktenwald, mit 17 Treffern Führender der Oberliga-Torschützenliste, müsste seine heutigen Gegenspieler noch bestens im Gedächtnis haben. Er ging in der vergangenen Saison noch für den FCH auf Torejagd. Und vielleicht wird der Pokalabend auch für ihn, der in den beiden vergangenen Spielen fünf Mal getroffen hat, ein Highlight.