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Spieser Fußballer durften mit Jogi Löw trainieren

Spieser Fußballer durften mit Jogi Löw trainieren

Spiesen/Karlsruhe. "Er war eigentlich ziemlich cool. Hat alle Fragen ehrlich beantwortet, nicht nur Phrasen abgelassen und war irgendwie anders, als man ihn so im Fernsehen kennt", sagt Sven Borgard, Spieler des Landesligisten SV Borussia Spiesen

Spiesen/Karlsruhe. "Er war eigentlich ziemlich cool. Hat alle Fragen ehrlich beantwortet, nicht nur Phrasen abgelassen und war irgendwie anders, als man ihn so im Fernsehen kennt", sagt Sven Borgard, Spieler des Landesligisten SV Borussia Spiesen. Der, von dem die Rede ist, der in Wirklichkeit so anders ist als im Fernsehen, ist Joachim "Jogi" Löw, seines Zeichens Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.Borgard und die komplette Spieser Mannschaft hatten vor Kurzem die Gelegenheit, an der Sportschule Schöneck in Karlsruhe ein Training mit Joachim Löw zu absolvieren. Borgard hatte anlässlich des Jubiläums "35 Jahre Schlecker" an einem Gewinnspiel teilgenommen und die Trainings-Einheit bei der Drogeriemarktkette für sein Team gewonnen. Und Löw ist Werbebotschafter der Marke "Nivea for Men". "Ich war erst nicht sicher, wie es bei der Mannschaft ankommen würde. Aber allen hat es gefallen. Ich glaube, sogar Joachim Löw hatte seinen Spaß", erzählt Borgard. Das bestätigte der Bundestrainer: "Die Spieler waren sehr konzentriert bei der Sache. Ich glaube, alle Beteiligten hatten an diesem Tag viel Freude", sprach Löw der Borussia ein Lob aus. Borussia Spiesen und die Nationalelf verbindet, so sehr der Vergleich zwischen beiden Mannschaften auch hinkt, eine Gemeinsamkeit. Beide Teams setzen vor allem auf junge Spieler. "Herr Löw hat uns dafür gelobt. Er hat mehrfach betont, dass dies auch seine Philosophie sei", sagt Ralf Reineke, der jetzt Co-Trainer beim SV ist. Der Verein wollte sich die Gelegenheit auch nicht entgehen lassen, konkrete Hilfe vom Bundestrainer mitzunehmen: "Wir haben ihn auch um Rat gefragt, was wir in unserer schwierigen Lage im Moment tun können", sagt Ralf Reineke. Spiesen ist Vorletzter der Landesliga Nordost und hat erst vor Kurzem den Trainer gewechselt. "Herr Löw sagte, dass wir in dieser Situation vor allem ruhig bleiben sollen und konzentriert weiter arbeiten sollen", erklärt Sven Borgard. "Er sagte, vor allem bei jungen Spielern bräuchte die Entwicklung immer ein bisschen Zeit." ´Im Training mit Löw stand Passspiel und Torschuss auf dem Programm, aber etwas anders, als es in Spiesen üblich ist. "Die Spieler mussten mit der einen Hand einen Tennis-Schläger halten und einen Tennis-Ball jonglieren, und währenddessen die Pässe spielen. Das war ziemlich schwierig", erzählt Reineke. Löw jedenfalls glaubt an die Spieser. "Er sagte, wir würden sicher nicht absteigen", erinnert sich Reineke. Und immerhin gelang Spiesen gestern ein 2:2 beim Tabellenvierten SV Habach.