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"Ein wahres Zeichen von Solidarität" zur Gewerkschaft

"Ein wahres Zeichen von Solidarität" zur Gewerkschaft

Neunkirchen. 348 Jubilarinnen und Jubilare haben die Verantwortlichen der Industriegewerkschaft (IG) Metall, Verwaltungsstelle Neunkirchen, am Freitagnachmittag im Rahmen einer kurzweiligen Jubilarfeier für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Metall-Arbeitnehmerorganisation ausgezeichnet

Neunkirchen. 348 Jubilarinnen und Jubilare haben die Verantwortlichen der Industriegewerkschaft (IG) Metall, Verwaltungsstelle Neunkirchen, am Freitagnachmittag im Rahmen einer kurzweiligen Jubilarfeier für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Metall-Arbeitnehmerorganisation ausgezeichnet. Darunter 136 Mitglieder für 25-jährige, 138 für 40-jährige, 34 für 50-jährige, 39 für 60-jährige und mit Alfred Kohlberger aus Schiffweiler, sogar ein Mitglied für 75-jährige Mitgliedschaft. Kohlberger trat der Gewerkschaft im Jahre 1935, kurz vor der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis, bei und ist ihr bis heute treu geblieben. "Ein wahres Zeichen von Solidarität", urteilte der erste Bevollmächtigte der IG-Metall Neunkirchen Jörg Caspar. "Diese praktizierende Solidarität ist auch ein Zeichen von der Stärke unserer Organisation." Kritisch äußerte sich Jörg Caspar zu Gesundheitsreform, Kürzungspaket, verfehlter Arbeitnehmerpolitik und einer Umverteilung von unten nach oben. "Am verfehltesten ist allerdings die Rente mit 67, die ist nichts als Geisterfahrerei", so IG-Metall Bevollmächtigter Jörg Caspar. Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG-Metall auf Bundesebene, vollzog in ihrer Grußrede eine Zeitreise durch die Beitrittsjahre der Jubilare, um zum Schluss ihrer Rede kritisch mit der Politik der Bundesregierung abzurechnen. Weitere Grüße übermittelten DGB-Landesvorsitzender Eugen Roth und Neunkirchen Bürgermeister Jörg Aumann. Aumann, selbst Gewerkschaftsmitglied, zitierte den ehemaligen IG-Metall Vorsitzenden Franz Steinkühler: "Weder Politik noch eine Gewerkschaft darf auf Visionen verzichten." Deshalb wünschte Aumann der IG-Metall noch viele Visionen für eine gemeinschaftliche Zukunft. Für eine anspruchsvolle Umrahmung der Jubilarfeier sorgten mit Mundart und saarländischem Liedgut Roger Wack und die Gruppe Rastlos. ad