Kleine Bühnen der Bibelgeschichte

Kleine Bühnen der Bibelgeschichte

Neunkirchen/Nahe. Krippen veranschaulichen den Höhepunkt der Weihnachtsgeschichte. Sie zeigen das Geschehen in den Stunden und Tagen nach der Geburt Jesu. In dieses Geschehen hineinversetzen können sich die Besucher der Krippenausstellung im Bürgerhaus Neunkirchen/Nahe. Viele Darstellungen orientieren sich an der bildenden Kunst

Neunkirchen/Nahe. Krippen veranschaulichen den Höhepunkt der Weihnachtsgeschichte. Sie zeigen das Geschehen in den Stunden und Tagen nach der Geburt Jesu. In dieses Geschehen hineinversetzen können sich die Besucher der Krippenausstellung im Bürgerhaus Neunkirchen/Nahe. Viele Darstellungen orientieren sich an der bildenden Kunst. Andere wiederum sind geprägt von Einfachheit und ohne spielerische Ausgestaltung des Umfeldes. Alle Krippen haben jedoch etwas gemeinsam: sie sind die kleinen Bühnen biblischer Geschichte.

85 Jahre alte Krippe

Engelbert Leid aus Neunkirchen/Nahe hat für die Ausstellung eine Schneekrippe gebaut. "Sie unterscheidet sich von den üblichen Krippen, weil sie eine Winterlandschaft zeigt", erzählte der Bastler, der weißen Bauschaum für den Schnee genommen hat. In einem ganz anderen Stil stellt sich seine niedersächsische Krippe vor. Außer zahlreichen Papierkrippen - die älteste stammt noch aus der Zeit von vor dem Krieg - stellt Erwin Marx aus Lindscheid das wohl älteste Exponat aus: die 85 Jahre alte original erhaltene Krippe seines Großvaters Peter Schweitzer.

Schön anzuschauen ist auch die Krippe von Gisbert Reisdorf aus Theley. Sie zeigt vor einem orientalischen Hintergrund einen aus Steinen gebauten Stall, über dem ein Engel schwebt. Sehenswert sind ebenso die Wurzelkrippe von Dirk Laubenthal aus Eiweiler und die reichhaltig ausgestattete Landschaftskrippe, die Manfred Schwickert aus Eisen gebastelt hat. Matthias und Anna Schlums, sieben und sechs Jahre alt, sowie Jonas Laubenthal (elf) haben für ihr Alter bereits beachtliche Krippenarbeiten ausgestellt. Auch die Kindertagesstätte ist mit zwei Darstellungen vertreten.

"Für unsere 13. Ausstellung haben wir 50 Krippen zusammenbekommen", stellte der der Ortsvorsteher von Neunkirchen/Nahe, Arno Stockmar, fest. "Viele Künstler kommen aus anderen Orten, sogar aus Rheinland-Pfalz."

Die Eröffnungsfeier wurde mit verschiedenen Beiträgenbereichert. Anna Katharina Klemm (Querflöte), Markus Lermen (Trompete) sowie Anna Stoll, Hubertus Stoll und Verena Lermen (Saxofone) lieferten mehrere musikalische Beiträge. Die katholische Jugend trug das Sprechspiel "Der Streit der Adventskerzen" vor. Einmal etwas anderes war die in saarländischer Mundart erzählte Weihnachtsgeschichte. St. Nikolaus (Alois Wilhelm) kam mit seinem Bollerwagen voller Geschenke in das Bürgerhaus. Statt der Kinder trug er selbst ein Gedicht vor.

Die Krippenausstellung ist am Samstag, 11. Dezember, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 12. Dezember, von zehn bis zwölf Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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