Unikate erzählen von Jesu Geburt

Neunkirchen/Nahe · Die Geschichte der Geburt Jesu wird ganz unterschiedlich dargestellt. Die beliebteste ist wohl in Form von einer Weihnachtskrippe. Mit einer Vernissage ist am Freitag eine Krippenausstellung im Bürgerhaus in Neunkirchen/Nahe eröffnet worden.

 Manfred Schwickert aus Eisen hat eine zweistöckige Krippe gebaut. Foto: Faber

Manfred Schwickert aus Eisen hat eine zweistöckige Krippe gebaut. Foto: Faber

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Rund 50 Weihnachtskrippen in verschiedenen Variationen sind noch bis einschließlich kommenden Sonntag in der Ausstellung im Bürgerhaus von Neunkirchen/Nahe zu besichtigen. Dabei finden sich in jeder Krippe andere Feinheiten und Details, die dem Betrachter die Weihnachtsgeschichte auf unterschiedliche Weise erzählten. Reinhold Dewes aus Alsweiler hat eine Krippe ausgestellt, deren Landschaft in den Grenzbereich zwischen Frankreich und Spanien passt. "Beim Wandern kommen mir solche Ideen. Ich benutze nur Naturmaterialien", berichtet der 81-Jährige.

Die Krippe verkaufen, so etwas käme ihm nie in den Sinn. "Nachher stellt der Besitzer dann alles falsch auf, so was geht nicht", stellt Dewes klar. Seine Frau Hedwig hat auf dem Tisch nebenan Adventsgestecke bereitgelegt, deren Verkaufserlös der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zugute kommt. Zweistöckig hat Manfred Schwickert aus Eisen sein Kunstwerk gebaut. "Wenn man in der Breite keinen Platz hat, muss man in die Höhe bauen", scherzt der 56-jährige Baumeister. Zwischen Moos und Wurzeln stellt Schwickert unten in einer Landschaft die biblische Geschichte nach. Darüber hat er eine Winterlandschaft entworfen. "Ich baue eine Krippe so auf, wie ein Maler der sein Bild malt", sagt Schwickert, der als Betriebswirt arbeitet. Ob Baumpilze, Wurzeln, alte Hölzer, abgestorbene Bonsai-Bäume oder Sträucher, was seinen Weg in die Werkstätten der Hobby-Krippenbauer findet, wird verarbeitet und liebevoll in Szene gesetzt.

Von Werkzeugen, Hühner- ställen, Heiligenhäuschen und Enten auf dem Teich bis hin zu Fensterläden, Türen, Dachziegeln, Brunnen und Herzhäuschen, vieles ist zu sehen.

Bei der niedersächsischen Krippe von Engelbert Leid aus Neunkirchen/Nahe fällt direkt das mit Stroh gedeckte Dach auf. Leid war zudem eine Zeit lang mit der Restauration der Krippenfiguren aus der Primstaler Pfarrkirche beschäftigt, die im Bürgerhaus einen Zwischenstopp einlegen. "Die Figuren waren schon stark beschädigt. Andere Teile, wie hier ein Ohr oder da eine Krone, haben gefehlt", schildert Leid. Von der St. Wendelerin Margret Hassel sind die Figuren später patiniert und lasiert worden. Nach der Ausstellung wird das Krippenensemble wieder in der Primstaler Kirche aufgebaut. Ein Krippe aus Ruanda haben die Missionsschwestern der lieben Frau zu Afrika platziert, die Freizeitgruppen der Lebenshilfe St. Wendel stellen Holzarbeiten aus und die Peruhilfe aus Kastel ist mit dabei. "Der Eröffnungsabend war toll besucht", schwärmt Ortsvorsteher Arno Stockmar. Für die Musik sorgte Selina Rublack.

Gruppen-Besichtigung nach Vereinbarung mit dem Ortsvorsteher, Tel. (0 68 52) 79 25. Samstag, 14. Dezember, ist die Ausstellung von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Sonntag, 15. Dezember, von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Eintritt ist frei.

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