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Freisen verliert Krimi zur Tatort-Zeit

Freisen verliert Krimi zur Tatort-Zeit

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen hatten am Sonntag in der Regionalliga Südwest den Titelkandidaten Biedenkopf-Wetter Volleys am Rande einer Niederlage. Am Ende setzte sich der Favorit aber doch ganz knapp im Tiebreak durch.

Sonntagabend ist Tatort-Zeit. An diesem Sonntag gab es nach 20 Uhr aber nicht nur einen Krimi in der ARD , sondern auch in der Freisener Bruchwaldhalle. Die Handlung: Volleyball-Regionalligist SSC Freisen traf vor 100 Zuschauern in einer Nachholpartie zu ungewöhnlicher Spielzeit auf den Titelfavoriten Biedenkopf-Wetter Volleys. Um die Verlegung auf den späten Abend hatten die Gäste gebeten.

Und die spielten in Freisen dann zunächst auch die Rolle des abgezockten Spitzenteams. Die Hessinnen gewannen den ersten Satz klar mit 25:14 und den zweiten Durchgang mit 25:19. "Da sind wir irgendwie nicht so recht ins Spiel gekommen", musste Zuspielerin Leonie Dewes zugeben. Als dann auch noch Freisens Leistungsträgerin Doreen Werth wegen einer Oberschenkelzerrung verletzt rausmusste, schien die Partie verloren. Alles sah nach einem klaren Sieg von Biedenkopf-Wetter aus.

Doch wie es sich für einen packenden Krimi gehört, kam dann eine überraschende Wende. "Wir haben eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass noch was möglich ist", gab Dewes nach der Partie zu. Doch dann wurde Freisen zunehmend besser und stellte den Aufstiegsanwärter vor immer größere Probleme. Tine Kolb, die für die verletzt ausgeschiedene Werth von der Diagonalposition auf die Angreifer-Position rückte, machte ihre Sache dort ebenso gut wie Neuzugang Joanna Barth, die für Kolb auf die Diagonal-Position ging.

Die Folge: Freisen gewann den dritten Satz knapp mit 25:23. Genau so eng ging es im vierten Durchgang zu. Den konnten die Hausherrinnen schließlich mit 28:26 gewinnen. So musste der Tiebreak entscheiden. Auch hier duellierten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe - bis zum 9:9. Doch ein kinoreifes Happyend als Krönung der Aufholjagd blieb für Freisen dann doch aus. Nach diesem Zwischenstand setzte sich Biedenkopf-Wetter ab und siegte schließlich mit 15:10.

Ganz umsonst war die Leistungssteigerung des SSC dann aber doch nicht. Denn für eine Niederlage im Tiebreak erhält das Team, das den Kürzeren zieht immerhin noch einen Punkt. "Damit können wir gut leben, weil Biedenkopf-Wetter ja doch der größte Meisterschaftsfavorit ist", meinte Dewes. Die Gäste scheinen dieser Favoritenrolle übrigens auch gerecht werden zu können. Durch den Sieg beim SSC kletterten sie auf Rang zwei und zogen nach Punkten mit Überraschungs-Spitzenreiter TV Lebach gleich.

Für Freisen steht nun am Samstag wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Um 20 Uhr empfangen die Mädels von Trainerin Brigitte Schumacher zum letzten Spiel des Jahres den Tabellenvorletzten TG Bad Soden II.