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Sind über 120 Jobs im Landkreis St. Wendel bedroht?

Sind über 120 Jobs im Landkreis St. Wendel bedroht?

Kastel. Über 120 Arbeitsplätze stehen im Landkreis St. Wendel auf der Kippe. Das befürchtet die SPD im Landkreis St. Wendel. Deren Vorsitzender Magnus Jung (Foto: b&k/SZ) begründet dies mit den scharfen Einschnitten auf Bundes- und Landesebene bei Zuschüssen für den Arbeitsmarkt

Kastel. Über 120 Arbeitsplätze stehen im Landkreis St. Wendel auf der Kippe. Das befürchtet die SPD im Landkreis St. Wendel. Deren Vorsitzender Magnus Jung (Foto: b&k/SZ) begründet dies mit den scharfen Einschnitten auf Bundes- und Landesebene bei Zuschüssen für den Arbeitsmarkt.Wie der Kasteler sagt, plane die Bundesregierung (CDU, FDP) "radikale Mittelkürzungen bei der Förderung der Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose". Sprich: Hartz-IV-Empfänger und ihre Ein-Euro-Jobs seien betroffen. Gleichzeitig reiche Geld der Europäischen Union (EU) für solche Projekte nur noch bis zum Jahresende. Eigentlich sollte aber die Saar-Regierung (CDU, FDP, Grüne) zwei Jahre länger damit auskommen.

Jung: "Es ist zu befürchten, dass rund 100 Arbeitsgelegenheiten und über 20 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Landkreis dadurch wegfallen." Letztere seien in der Regel bei jenen Institutionen angesiedelt, die sich auch um die Ein-Euro-Jobber kümmern.

Der SPD-Politiker verlangt deshalb unter anderem von der Bundestagsabgeordneten Nadine Schön (CDU), sich in Berlin stark zu machen, damit die Bundesregierung "ihre unsinnigen Kürzungen auf Kosten der Langzeitarbeitslosen aufgibt".

Außerdem solle das Land Geld aus dem ESF-Programm locker machen. Hier stehen nach Angaben der Landesregierung insgesamt rund eine Million Euro für Projekte bereit. Die sollen bislang Arbeitnehmern zu Gute kommen, die unter anderem wegen Umorganisationen in ihrem Betrieb von Jobverlust bedroht sind. Das Geld dafür stammt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Sollte Fördergeld gestrichen werden, rechnet der 39-jährige Jung durch die zunehmende Zahl an Langzeitarbeitslosen mit Mehrausgaben für den Landkreis St. Wendel. hgn