Seit Montag wird der Kindergarten St. Katharina in Wallerfangen umgebaut

Kindergarten in Wallerfangen : In zwei Jahren soll er fertig sein

Der Zeitplan für den neuen Kindergarten St. Katharina in Wallerfangen steht. Die Gesamtkosten liegen bei rund vier Millionen Euro.

Seit Montag laufen die vorbereitenden Arbeiten und Absperrungen, in eineinhalb bis spätestens zwei Jahren soll das Gebäude komplett fertig sein. Derzeit ist nur noch eine nackte Bodenplatte der alten Einrichtung vorhanden. Nach Norden hin befinden sich kahle Räume im Untergeschoss. Dort soll der Neuaufbau der Kinderbetreuungseinrichtung beginnen, stellte Bürgermeister Günter Zahn nun auf Anfrage dar. Dann arbeite sich die Baufirma schrittweise nach oben. Nach Fertigstellung stehen 1308 Quadratmeter für Kinder, Betreuung und Technik zur Verfügung. 22 Krippenplätze sind geplant und fünf Kindergartengruppen zu je 25 Kindern. Dazu kommen Räume für Haus- und Lüftungstechnik sowie Abstellräume. Dafür wird die bestehende Bodenplatte erweitert. Eine der größten Veränderungen werden die beiden Krippenräume sein. Die liegen später auf Betonpfeilern über dem heutigen Zugangsbereich des Untergeschosses.

Erweitert werde auch die Spielfläche im nördlichen Bereich des Geländes sowie zwischen Kindergarten und Sandsteinmauer nahe der Pfarrkirche. Die inzwischen bröckelnde Mauer werde neu aufgebaut. Sozialräume kommen zum Teil ins Untergeschoss. Ein Fahrstuhl verbindet später beide Ebenen und ermöglicht den barrierefreien Zugang. „Wir bauen den Kindergarten mit Fertigbauteilen und Flachdach“, sagte Zahn. Die normale Dachhöhe liege bei rund 3,5 Metern, der Besprechungsraum rage etwa 2,7 Meter darüber hinaus. Der ehemals kirchliche Kindergarten St. Katharina war 1974 eröffnet worden. In den vergangenen Jahren gab es immer drängendere Probleme mit Schimmelbildung durch das undichte Flachdach. Ende 2016 übernahm die Gemeinde den Kindergarten für einen symbolischen Euro vom früheren Bauträger, der Kirchengemeinde Wallerfangen. Längere Zeit war unklar, ob im Bestand saniert und umgebaut werde, oder ob eine Auslagerung der Kinder notwendig wäre. Mal sollte das alte Postgebäude auf dem Rathausplatz zum Ausweichquartier werden, mal war dafür die Mehrzweckhalle Walderfingia im Gespräch. Schließlich ließ die Gemeinde in der Sportplatzstraße 83 Containermodule errichten. Der Umzug dorthin fand über Ostern 2018 statt, die offizielle Eröffnung war nach Eingewöhnung der Kinder im Juni.

Die Montagekosten beliefen sich auf 357 800 Euro netto, mit Mehrwertsteuer zirka 425 000 Euro. Für die geplante Dauer von 24 Monate sind netto 312 624 Euro eingeplant, brutto etwa 370 000 Euro. Die Gesamtkosten inklusive Ingenieurleistungen werden mit 790 000 Euro angegeben, brutto 940 000 Euro. Von Mitte April bis zur zweiten Maihälfte erfolgte der Abriss von St. Katharina für 65 000 Euro. Für den neuen Kindergarten sind rund vier Millionen Euro geplant. Davon finanziere der Bund 40 Prozent, das Land 30 Prozent, sagte Zahn. „30 Prozent bleiben an der Gemeinde hängen.“ Die reine Bauzeit liege grob geschätzt bei einem Jahr. Mit Einrichtung des Gebäudes sowie und Gestaltung der Außenanlagen könnten es bis zu zwei Jahren werden. Die Außenanlage mit teilweise altem Baumbestand werde in etwa wie jetzt erhalten. Während der Bauzeit sei der fußläufige Weg zwischen Kita und Pfarrkirche nicht durchgehend offen zu halten.

„Gerade wenn die schweren Teile kommen, muss aus Sicherheitsgründen gesperrt werden“, sagte Zahn. Es werde aber versucht, in einem solchen Fall zumindest einen schmalen Durchgang einzurichten, der dann über das Mühlengässchen bis zur Hauptstraße führen soll.

Mehr von Saarbrücker Zeitung