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Gemeinderat
Drastische Spuren an den Wänden des Gerätehauses

Wallerfangen. Ins Feuerwehrgerätehaus Wallerfangen regnet es rein. Deshalb soll noch vor dem Winter das Dach erneuert werden. Die Vergabe der Arbeiten für insgesamt 380 000 Euro war Gegenstand der jüngsten Ratssitzung am Donnerstag. Von Jörg Laux

Man habe bei einer Ortsbegehung deutlich die „drastischen“ Spuren des Wassereintritts an den Wänden sehen können, sagt Bürgermeister Günter Zahn, weshalb schnell gehandelt werden müsse. Horst Trenz, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, unterstrich die Dringlichkeit der Dachsanierung am Feuerwehrgerätehaus. Es sei zwar im Vorfeld enttäuschend gewesen, dass nur eine Firma auf die Ausschreibung hin ein Angebot abgegeben habe. Dies sei jedoch derzeit kein Einzelfall, die Auftragslage bei den entsprechenden Handwerkern sei sehr gut. Das Angebot bezeichnete Trenz als „auskömmlich“.


„Wir sehen hier aber die Dringlichkeit, zumal im Gemeinschaftsraum der Feuerwehr auch schon Schimmelgeruch wahrzunehmen ist.“ Beim Starkregen am vergangenen Sonntag habe man zudem gesehen, dass das Wasser auch die Elektrik erreicht habe, was zusätzliches Gefahrenpotenzial bietet und die Dringlichkeit unterstreicht.

Josef Rath, CDU-Fraktionsvorsitzender, stimmte den Ausführungen der SPD zu. Uwe Kammer von den Freien Wählern sagte, dass die FW ebenfalls die Dringlichkeit sehe. Kritisch sehe er allerdings die Höhe der Vergabesumme. Er fragte auch, ob es nicht sinnvoller sei, über eine andere Dachform als das bisher bestehende Flachdach nachzudenken, auch mit Blick in die Zukunft.



Sandro Torsello, zuständiger Sachbearbeiter beim Bauamt, erläuterte kurz die Haltung der Gemeinde zu alternativen Dachformen.

Ein neues Pultdach werde, auch nach Rücksprache mit einem Dachdecker, in jedem Fall teurer, sagte Torsello. Außerdem sei die Ausschreibung nun abgeschlossen, sodass eine erneute Änderung dahingehend zu Verzögerungen führen würde. Seitens des Bauamtes wies er vor allem darauf hin, dass – im Falle einer Vergabe durch den Rat – der Dachdecker schnell loslegen könne, also noch vor dem Winter.

Kritische Nachfragen gab es auch seitens der SPD aus dem Rat bezüglich der hohen Kosten von 380 000 Euro. Diese Kosten kämen zustande, erklärte Torsello, da das komplette Dach abgetragen werde müsse. Reparieren sei nicht mehr möglich, da alle Anschlüsse in der Attika – also der Außenumwandung über den Dachrand hinaus – kaputt seien: „Es ist nichts mehr gut auf dem Dach, ich muss das leider so sagen.“ Deshalb sei der Preis auch gerechtfertigt.

Tatsächlich geht es auch nicht nur um das Feuerwehrgerätehaus, sondern auch um die Fahrzeughalle, eine anliegende Wohnung und das Büro des Bauhofes.

Insgesamt handele es sich damit also um eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern mit 30 Lichtkuppeln. Der Rat stimmte der Vergabe mit einer Enthaltung der Freien Wähler zu.