| 20:14 Uhr

Rock 'n' Roll und Flower-Power

Die Piranhas bei ihrem Auftritt in der Primshalle. Foto: Thiel
Die Piranhas bei ihrem Auftritt in der Primshalle. Foto: Thiel
Schmelz. Große und kleine Hippies, Damen in Petticoats und mit Seidenbändern im Haar - die Kappensitzung des Kirchenchores St. Stephan Schmelz sorgte auch in ihrer 57. Auflage für ein kurzweiliges und buntes Programm. 150 Akteure standen während der gut vier Stunden auf der Bühne, 50 sorgten im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos ablief Von SZ-Redakteurin Monika Kühn

Schmelz. Große und kleine Hippies, Damen in Petticoats und mit Seidenbändern im Haar - die Kappensitzung des Kirchenchores St. Stephan Schmelz sorgte auch in ihrer 57. Auflage für ein kurzweiliges und buntes Programm. 150 Akteure standen während der gut vier Stunden auf der Bühne, 50 sorgten im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos ablief.



Elferrat, Garden und ihre königlichen Hoheiten Katharina I. und Steven I. sorgten zusammen mit kleinen Tänzern (Kolibris) für einen imposanten Auftakt. Dass das Prinzenpaar nicht zu jung ist - wie einige im Vorfeld behaupteten - bewiesen Prinz und Prinzessin mit ihrem Hofmarschall bei ihrer Vorstellung. Zusammen mit den Damen des Elferrates und deren Sitzungspräsidentin Silke Philippi nahmen sie denn auch Platz in der Stretchlimousine. Von dort hatten sie einen prächtigen Überblick auf die voll besetzte Primshalle und das Show-Programm, das in diesem Jahr unter dem Motto Rock 'n' Roll und Flower-Power stand.

Das Auge hatte viel zu sehen, nicht nur die prächtigen Kostüme und das tolle Bühnenbild trugen dazu bei. Beeindruckend die Tänze der einzelnen Gruppen und der Ideenreichtum der Choreografien, ob bei den Kolibris, den Caipis, den Pyranhas, der Prinzengarde, den Hühnern den Alte H3 oder den Gägos.

Ein Loblied auf seinen Opa hielt Enkel Moritz. Bei Opa raschelt es immer, wenn er ihm Bares in die Hand drückt, merkte er freudig an. Was ein Handwerker alles erlebt, schilderte Sebastian, der auf den Schutzpatron der Handwerker verwies, den heiligen Ikea. Kein Schwein rief den Singleman an, doch der Vorsitzende des Kirchenchores will nichts unversucht lassen, doch noch die Frau fürs Leben zu finden. Viel Dreck wegzukehren hatten zwei Gemeindearbeiter, die auch in der Zerr sauber machten. In der Zerrstraße wohnt Frau Faasend, die vergangenes Jahr 80 wurde. Ein Geburtstagsständchen durfte nicht fehlen, alle freuten sich, dass Anni Backes dabei sein konnte, die 35 Jahre Sitzungspräsidentin war. "18 Tage war die Anni krank, jetzt lacht sie wieder, Gott sei Dank", freute sich nicht nur die amtierende Elferratspräsidentin.

Mit Bobbycar und Scheesewäänchen kamen zwei Geschwister auf die Bühne und verrieten dem gut gelaunten Publikum, was bei ihnen zu Hause so alles abgeht. Im Klinikum Unikum stehen die Patienten auf dem Flur, merkte ein Sanitäter an, die Untersuchungen sind im Gange. Die acht Damen von der Schwammheck rissen bei ihren beiden Auftritten das Publikum immer wieder mit. Immer wieder belohnt mit einer M.M.M-Rakete wurden die Akteure, Chris und Bernd sparten nicht mit Tuschs und das Publikum nicht mit Applaus und einigen Zugaberufen.



Auf einen Blick

In der Bütt: Moritz Philippi als Enkelsohn; Sebastian Dräger als Handwerker, Gerhard Dräger als Single, Gertrud Morbe und Claudia Herrmann als Gemeindearbeiter, Norbert und Katja Wilhelm als Geschwister, Jürgen Philippi als Sanitäter.

Tänze: Kolibirs und Caipies unter Leitung von Katja Wilhelm, Stefanie Reiter, Melanie Groß; Pyranhas unter Leitung von Andrea Hof und Katja Wilhelm, Prinzengarde unter Leitung von Lisa Zimmer, die Hühner unter Leitung von Stefanie Reiter, Melanie Groß und C. Engstler, Alte H3 Leitung Claudia Herrmann, Gägos Leitung Silke Philippi und Christel Scherschel.

Gesang: Reiner Altmeyer, Gerhard und Sebastian Dräger, Schwammheckis, Männer vom Kirchenchor. kü