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Sechs Kommunen zahlen Willkommensgeld

Sechs Kommunen zahlen Willkommensgeld

Kreis Saarlouis. Vor einem Jahr haben wir bei den Städten und Gemeinden im Kreis nachgefragt, ob und in welcher Höhe sie ein Willkommensgeld für Neugeborene zahlen. Wir haben nachgehakt und festgestellt, es hat sich, wohl auch durch die allgemein schlechte Finanzlage nichts verändert. Noch immer zahlen sechs der 13 Kommunen ein Willkommensgeld. Spitzenreiter ist Saarwellingen

Kreis Saarlouis. Vor einem Jahr haben wir bei den Städten und Gemeinden im Kreis nachgefragt, ob und in welcher Höhe sie ein Willkommensgeld für Neugeborene zahlen. Wir haben nachgehakt und festgestellt, es hat sich, wohl auch durch die allgemein schlechte Finanzlage nichts verändert. Noch immer zahlen sechs der 13 Kommunen ein Willkommensgeld.Spitzenreiter ist Saarwellingen. Nach wie vor erhalten die Eltern 150 Euro Willkommensgeld. "Wir freuen uns über jeden neuen Erdenbürger, umso besser, wenn er in Saarwellingen lebt", erklärt Roland Steffen vom Amt für Jugend, Senioren und Soziales. Unbürokratisch gelte es, ein Antragsformular auszufüllen, die Geburtsurkunde vorzulegen und bald sei das Geld auf dem Konto.

Ähnlich verhält es sich in Bous. Nach einem Antrag gibt es von der Gemeinde 100 Euro für jedes Neugeborene. Gleiches gilt für Wallerfangen, auch dort bleibt es bei der Summe von 100 Euro für jedes Baby. In Wadgassen dürfen sich Eltern über einen finanziellen Zuschuss über 50 Euro freuen. Die gleiche Summe, allerdings erst ab dem dritten Kind, erhalten Eltern in Ensdorf. In Dillingen überbringen Mitarbeiter der Verwaltung den jungen Eltern zum einen eine Spardose mit 50 Euro, zum anderen erhalten sie zahlreiche Informationen zur sozialen Infrastruktur.

Alle übrigen Gemeinden zahlen auch weiterhin kein Geld an die Eltern, setzen teilweise auf andere Maßnahmen, um Familien zu unterstützen. In Nalbach, so erklärte Bürgermeister Patrik Lauer, werde sehr viel Geld in die Bildung und Betreuung von Kindern investiert. Zudem halte man günstiges Bauland für Familien vor. "Von einer Kopfpauschale halte ich wenig", sagt Lauer.

In Rehlingen-Siersburg sind die finanziellen Mittel für eine Familienkarte im Haushalt eingestellt, die Planungen sind im Gange und die Karte soll, wenn auch mit Verzögerung, noch in diesem Jahr an die ersten Eltern übergeben werden. Einen ähnlichen Weg will man auch in Schmelz gehen. "Ein Begrüßungsgeld einmalig zur Geburt bringt den Eltern nicht viel. Vielmehr wären es die Sozialtarife, die dauerhaft helfen, Eltern finanziell zu entlasten", erklärt Jugendpfleger Waldemar Kallweit.

In Saarlouis erhalten Eltern weiterhin ein Begrüßungspaket mit Informationsmaterial. "Bei uns ist derzeit eine Art Familienpass in der Planung, der auch im Stadtrat gerade diskutiert wird. Mit kontinuierlichen Vergünstigungen soll so Eltern geholfen werden", sagt Jugendpfleger Michael Leinenbach. In Lebach sei in diesem Jahr noch weniger Geld im Haushalt und so reiche es nur für ein Lätzchen der Stadt, wie Toni Bartz, Sprecher der Stadtverwaltung, erklärte. In Schwalbach lässt die Haushaltslage kein Begrüßungsgeld zu. In Überherrn erklärt Hauptamtsleiter Harald Holzhauser: "Die Haushaltslage ist so schlecht, dass die Gemeinde zu freiwilligen Leistungen nicht in der Lage ist."