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Lisdorfer Heimatblatt
Lisdorfer Chor trat früher europaweit auf

Dem Quartett der Sängervereinigung 1859 Lisdorf gehörten – trotz seines Namens – im Jahre 1958 zehn Sänger und der Chorleiter Hubert Schmitt an.
Dem Quartett der Sängervereinigung 1859 Lisdorf gehörten – trotz seines Namens – im Jahre 1958 zehn Sänger und der Chorleiter Hubert Schmitt an. FOTO: Archiv Verein für Heimatkunde Lisdorf/Repro: Erhard Grein
Lisdorf. In der neuen Ausgabe des „Lisdorfer Heimatblattes“ finden sich Beiträge zu Gärten, Straßen und großen Persönlichkeiten.

Der Verein für Heimatkunde Lisdorf hat jetzt die neue Ausgabe des „Lisdorfer Heimatblattes“ vorgelegt. Die bisherige Konzeption hat sich bis heute bewährt: Vergangenes erforschen und vor allem unter Einbeziehung der Menschen den Brückenschlag bis in die heutige Zeit vollziehen. Das Titelbild ist eine Hommage an das „Quartett der Sängervereinigung 1859 Lisdorf“ im Jahre 1958. Das Bild zeigt jedoch zehn Sänger und den Chorleiter Hubert Schmitt. Aus der Sängervereinigung 1859 Lisdorf, die 1968 mit dem Lisdorfer Gesangverein „Germania 1906“ zur Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf fusionierte, bildete sich 1954 eine Vierergruppe (Quartett), die auch bei größer werdender Sängerzahl (1958: zehn) ihren Namen beibehielt. Unter dem Namen „Silcher-Quartett“ machte der auch heute noch in vielen Kreisen bewunderte Chor zahlreiche europaweite Konzertreisen.


Am 8. Juli 2018 wäre Sanitätsrat Dr. Andreas Arand 100 Jahre alt geworden. In der Heimatschrift wird er als große Lisdorfer Persönlichkeit gewürdigt. Es versteht sich für die Lisdorfer, auch an den 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu erinnern. Es wird des verstorbenen Ikea-Gründers Ingvar Kamprad erinnert, dessen Möbelkonzern sich vor 20 Jahren in Lisdorf ansiedelte und zu einer Erfolgsgeschichte wurde.

Dass es in Lisdorf vor etwa 150 Jahren sowohl einen „englischen“ als auch einen „italienischen“ Garten gab, ist für die meisten Lisdorfer neu. In einem der Gärten befand sich ein Pavillon, von dem noch eine Zeichnung vorhanden ist.



Vor 80 Jahren verfasste Johann Port in der Saar-Zeitung einen Bericht über die Lisdorfer Straßen, von denen einige in der nationalsozialistischen Zeit umbenannt worden waren. Sehr ins Detail ging der verstorbene Lisdorfer Heimatforscher Johann Goergen, der 1975 eine Studie über die Geschichte der Lisdorfer Straßennamen veröffentlichte, die jetzt wieder abgedruckt wurde.

Die Erhaltung und Pflege der moselfränkischen Mundart wird im Lisdorfer Heimatverein besonders gepflegt. „Nä, watt en Uwwerasch“, das neue Mundartbuch (mit CD) von Marianne Faust mit Illustrationen von Gudrun Jungmann, aus dem auch Beiträge veröffentlicht wurden, wird ausführlich gewürdigt. Interessant sind auch die Lisdorfer Vereinsnotizen im kulturellen Bereich.

Sehenswert sind auch wieder historische Hochzeitsbilder, die zur Familiensuche anregen, zugleich aber auch eine Brücke zu heutigen Persönlichkeiten: Ilse Zell-Körner aus Lisdorf-Holzmühle als hauptamtliche Geschäftsführerin des 3200 Mitglieder starken Vereins zur Förderung der ambulanten Krankenpflege Saarlouis/Saarwellingen, der Bestellung von Michael Daub zum leitenden Notarzt und der Ernennung von Kristina Schmadel geborene Zell zur Pharmazierätin.

Heiner Groß, der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, stellte langjährige Mitglieder des stark vertretenen Geburtsjahres 1938 vor.

Die Rückseite des Heimatheftes bildet eine Bilddokumentation des 15. Lisdorfer Open-Air- Konzertes.

Das Heft kostet drei Euro. Infos bei Heiner Groß, Tel. (0  68  31) 4  16  94, Fax: 12  87  53.