Gruppe bewahrt die Lebacher Geschichte

Gruppe bewahrt die Lebacher Geschichte

Die Lebacher Geschichte liegt in guten Händen. Dafür engagiert sich seit 2007 der „Historische Verein Lebach“. Dessen Arbeit würdigte der Kreis Saarlouis mit dem Kulturpreis für Heimatforschung und Heimatpflege.

Die Suche in Archiven, das Zusammenstellen historischer Daten und deren Publikation sei für die meisten Leute nicht machbar, sagte Landrat Patrik Lauer im Großen Sitzungssaal. "Wir brauchen Menschen, die das für uns übernehmen." Mit dieser Arbeit trügen sie das Wissen weiter in die nächste Generation, führte Lauer vor Mitgliedern des Vereins aus, vor Vertretern von Verwaltungen aus Lebacher und Landkreis sowie historisch interessierten Personen.

Der Kulturpreis 2016 ist mit 3000 Euro dotiert. Den Vorschlag für den historischen Verein machte die Verwaltung der Stadt Lebach. Die Begründung dafür lieferte Bürgermeister Klauspeter Brill in seiner Laudatio. Durcheinander gewirbelt wurde die Lebacher Geschichte 1993 bei einem Hochwasser der Theel. Wichtige Dokumente mussten danach gereinigt, gesichtet und sortiert werden. Dabei half der Verein maßgeblich mit. Vor allem Vereinsmitglied Albert Wagner setzte sich ab 2007 ehrenamtlich dafür ein.

Über vier Jahre hinweg wurde das Archivmaterial wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt. Letztlich entstand so auch eine wichtige Grundlage für die Lebacher Chronik. "Er hat diese Ehrung auch voll und ganz verdient", stellte Brill fest. Der Verein habe vieles bewirkt, was Recherche und Bewahren der Lebacher Geschichte angehe. Dazu gehöre, dass "die Stadt Lebach wieder über ein Stadtarchiv verfügt, das diesen Namen auch verdient". "Es ist der erste Preis, den der Historische Verein Lebach verliehen bekommt", sagte der Vorsitzende Richard Wagner . "Das macht mich und alle Mitglieder stolz."

2007 sei der "Historische Verein Lebach" gegründet worden, sagte Wagner dieser Zeitung. 56 Mitglieder habe er aktuell. Zu den wesentlichen Publikationen gehöre der Lebacher Jahreskalender, die Geschichte derer von Hagen sowie auch Mundart. Und nun endlich die Lebacher Chronik. "650 Seiten", stellte Wagner den Umfang dar, "und drei Kilo schwer". Von der Steinzeit bis ins 21. Jahrhundert reiche der Inhalt, an dem der Historiker Professor Johannes Dillinger rund drei Jahre gearbeitet hat. "In den nächsten Tagen wird das Buch veröffentlicht."

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