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Wo Rehlingen-Siersburg 2021 Geld ausgeben kann, Projekte in den Dörfern

Großes Investitionsprogramm : Rehlingen-Siersburg will in die Dörfer investieren

Ein umfangreiches Investitionsprogramm, „wie es es noch nicht gegeben hat“, betont Joshua Pawlak, Erster Beigeordneter, hat die Gemeinde Rehlingen-Siersburg schon auf den Weg gebracht, es umfasst zahlreiche Projekte in den Jahren 2020 bis 2024.

Ein großes und auch teures Projekt wird der Gewerbepark Rehlingen sein: Das ehemalige Dywidag-Gelände, eine Fläche von rund 5,5 Hektar, soll aufgekauft und als Gewerbefläche vermarktet werden, unter anderem will die Lebenshilfe-Tochter NSW (früher „Schnecken-Paulus“) dorthin ihren Hauptstandort verlegen (die SZ berichtete); rund 1,6 Millionen Euro sind dafür im Haushalt 2021 und weitere 900 000 Euro für 2022 veranschlagt. Allerdings soll für die Wiedernutzung der Brache auch Förderung vom Land fließen. Noch 2021 fertiggestellt werden soll der Kunstrasenplatz in Hemmersdorf und die Erweiterung der Kita St. Martin Siersburg. Schwerpunkt des Programms: „In die Dörfer investieren“, betont Pawlak, also in Neubaugebiete, Ausbau der Infrastruktur und der Lebensqualität. „Gerade der ländliche Raum soll zusätzliche Fördermittel erhalten, da können wir nun zielgerichtet schauen, was wo gebraucht wird“, ergänzt er. Spielplätze, Ortsgestaltung, Wanderwege und Unterstützung der Bürgerwerkstätten sind nur einige Beispiele. Auch in die Sanierung von Hallen (Geisbachhalle, Niedtalhalle, Kultur- und Sporthalle Rehlingen) und mehreren Dorfhäusern (Eimersdorf, Gerlfangen) fließt wieder viel Geld, ein neues Feuerwehrfahrzeug für den Löschbezirk Rehlingen (rund 360 000 Euro), ein Sport-Rasenplatz für Gerlfangen, die Umsetzung des Digitalpakts in den drei Grundschulen, Sanierung des Floriansheim Hemmersdorf, die Aufwertung und künftige touristische Nutzung der Tropfsteinhöhle Niedaltdorf, der Inklusionsspielplatz in Itzbach und die Einrichtung von E-Ladesäulen sind weitere Posten in diesem Jahr. Rund 166 000 Euro muss die Gemeinde für Straßenausbau aufwenden, auch der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen wird fortgesetzt (die Hälfte der 88 Haltestellen ist schon umgebaut).

Dem Investitionsprogramm stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.