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Hubertusplatz
Ladestationen wird es nur für E-Bikes geben

Nalbach. Nalbacher Gemeinderäte informierten sich in iherer jüngsten Sitzung über die Umgestaltungspläne zum Hubertusplatz. Von Jörg Laux

Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Nalbach wurden der dritte Bauabschnitt zur Umgestaltung des Hubertusplatzes vorgestellt. Bauingenieurin Laura Selzer vom Planungsbüro Dutt & Kist Saarbrücken wies darauf hin, dass die ursprüngliche Planung mit 16 Parkplätzen inklusive eines Behindertenparkplatzes beibehalten worden sei. Die Oberfläche des Hubertusplatzes wird vergleichbar sein mit dem Umfeld der Kirche und der neuen Kreissparkasse auf der anderen Seite der Piesbacher Straße. Es handele sich dabei um quadratische beige graue Pflastersteine. Die Trennstreifen der Stellplätze werden anthrazitfarben. Neu wird ein umlaufender Gehbereich, der sich in Hellgrau vom Rest der Fläche absetzen wird. Die Treppenanlage vor der Hausnummer 1 wird mit einer Rampe barrierefrei gestaltet. Für den Marktbetrieb sind zwei zusätzliche Schmutzwasserdeckel und zwei Elektranten – zur Stromversorgung – eingeplant. Für die Elektranten sind lediglich Anschlussdeckel im Boden geplant, auf die bei Bedarf mobile Verteiler aufgesetzt werden können.


Darüber hinaus ist auch eine Maibaum-Hülse geplant. Außerdem sind Fahrradbügel mit einer Ladestation für E-Bikes und neue rechteckige Pflanzkübel in der Planung vorgesehen. Die Pflanzkübel können bei Bedarf – zum Beispiel während der Kirmes – entfernt werden. Los geht es mit dem dritten Bauabschnitt am 27. August mit Vorarbeiten. Hier werden Gas- und Wasserleitungen auf dem Platz verlegt. Diese Vorarbeiten enden laut Plan am 28. September. Im Anschluss findet dann die eigentliche Umgestaltung in der vorgestellten Form statt. Ende der Baumaßnahme ist für den März 2019 geplant.

Bürgermeister Peter Lehnert wies darauf hin, dass nach diesem dritten Bauabschnitt ein vierter Bauabschnitt folgen werde, der dann die umschließende Straße – also die Piesbacher Straße und die Etzelbachstraße – betreffen wird. Vor allem wies er darauf hin, dass im Verlauf dieser Arbeiten auch die Kurve vor der neuen Sparkasse in die Piesbacher Straße hinein dahingehend verändert wird, dass man nicht mehr mit der Geschwindigkeit wie derzeit in die Kurve hineinfahren kann. Offenbar gab es diesbezüglich in den Sozialen Netzwerken einiges an „Fakenews“, sagte Lehnert. Er bat darum, die Maßnahme dann zu bewerten, wenn sie fertig sei, und nicht schon vorher Spekulationen ins Kraut schießen zu lassen.



Der Verwaltungschef bedauerte, dass aufgrund der Kosten leider auf eine Ladestation für E-Autos verzichtet werden musste. „Die Ladestationen, die wir uns leisten können, da steht so ein Auto vier, fünf Stunden rum.“ Mit Blick auf die ohnehin enge Parkplatzsituation auf dem Hubertusplatz sei dies nicht möglich. Statt dessen sei es geplant, eine E-Auto-Ladestation hinter dem Rathaus zu installieren. Lehnert wies des Weiteren darauf hin, dass im Rahmen der zukünftigen Baumaßnahmen auf Feste oder ähnliches weniger Rücksicht genommen werden könne. Er warb um Verständnis dafür, dass man solchen Jahrhundert-Projekten die notwendige Bauzeit einräumen müsse, und das möglichst ohne Unterbrechungen, was in der Regel zu Mehrkosten und längeren Bauzeiten führe.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Albert Steinmetz, zeigte sich sehr zufrieden mit der derzeitigen Planung: „Wir haben konsequent umgesetzt, was in Workshops, Bürgeranhörungen und in öffentlicher Beteiligung in den Räten immer wieder angeboten und auch stark angenommen wurde.“ Steinmetz, der gleichzeitig auch Ortsvorsteher von Nalbach ist, erinnerte daran, dass es zu Beginn „viel Unmut und Unruhe“ wegen der Planung der Kreissparkasse und deren Umfeld gab. Es sei schön, dass die Stimmung in der Bevölkerung nun ins Positive gekippt sei, beschreibt Steinmetz seinen Eindruck. Er erinnerte den Verwaltungschef mit Blick auch auf die Geschäftsleute vor Ort daran, seine Zusage einzuhalten, dass der Platz bis zur Hexennacht 2019 fertig werde. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Josef Reichert drückte seine Zufriedenheit mit den Planungen und der Umsetzung aus. Er lobte auch die Transparenz und die Bürgerbeteiligung an diesem Projekt. So war es dann auch wenig verwunderlich, dass die mit 580 000 Euro veranschlagte Maßnahme im Rat eine einstimmige Mehrheit fand.