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Primssteg
Primssteg steht vor der Fertigstellung

Die Tragekonstruktionen für den neuen Primssteg wurden bereits vergangene Woche montiert.
Die Tragekonstruktionen für den neuen Primssteg wurden bereits vergangene Woche montiert. FOTO: Dieter Lorig
Bilsdorf/Piesbach. Insgesamt acht Brückenelemente kommen bald an Ort und Stelle. Von Dieter Lorig

Vor zwei Jahren wurde der beliebte Fußgänger- und Fahrradweg über die Prims zwischen Bilsdorf und Piesbach wegen Durchrostung und unsicherer Statik gesperrt. Danach gab es teilweise heftige Diskussionen über den Wiederaufbau und den Standort des Primssteges (wir berichteten). Jetzt ist es soweit! Noch in dieser Woche werden die neuen Brückenteile auf die bereits vorinstallierte Tragekonstruktion aus Stahl aufgelegt und verschraubt. Dies teilte Burghard Hass, Projektleiter für den Brückenbau beim Dillinger Stahlbauunternehmen Schäfer, mit. Zuletzt hatte das Primshochwasser den Wiederaufbau des Steges auch wegen festgeklemmtem Treibgut an den Betonpfeilern etwas verzögert.


Erleichterung auch bei Bürgermeister Peter Lehnert: „Endlich kommen wir in die Endphase des Wiederaufbaus“. Insgesamt acht vorgefertigte Brückenteile aus verzinktem Stahl und Stahlblechelemente mit einer Länge von jeweils zehn Meter liegen in der Produktionshalle der Firma abholbereit für die Endmontage in dieser Woche. „Das Gesamtgewicht der Brücke beträgt etwa 45 Tonnen“, bestätigte Projektleiter Hass. Die Handläufe der Brücke seien aus Edelstahl gefertigt und der Boden mit einer rutschhemmen Beschichtung aus Kunststoff und Quarzsand. „Die neue Brücke hat eine Gesamtlänge von 77 Metern und ist zwischen den Geländern 1,70 Meter breit. Das Bauwerk hat eine Gesamtbreite von 3,10 Meter. „Wegen des Hochwasserschutzes wird die neue Brücke etwa einen Meter höher über dem Wasser installiert als der über 90 Jahre alte frühere Steg“, erläutert Albert Wender, Architekt und stellvertretender Bauamtsleiter im Nalbacher Rathaus. Zudem werden die seitlichen Geländer auf 1,35 Meter erhöht.

Laut Bürgermeister wird der Bau und die Montage des neuen Primsstegs einschließlich notwendiger Begleitarbeiten etwas teurer als geplant. „Wir rechnen mit 440 000 Euro Gesamtkosten, bekommen zum Glück aber hohe Zuschüsse vom Innen- und Umweltministerium“, sagte Lehnert. Bis der neue Steg zur Nutzung freigegeben und die Eröffnung gefeiert wird, dürfte noch einige Wochen dauern. „Die Straßenzuführungen zur Brücke auf der Piesbacher und Bilsdorfer Seite müssen noch angepasst und die Beleuchtung installiert werden“, sagte Wender.