1. Saarland
  2. Saarlouis

Grand Est ist Risikogebiet: Das sind die Auswirkungen im Kreis Saarlouis

Kreis Saarlouis : Grand Est ist Risikogebiet: Das sind die Auswirkungen im Kreis

Am Mittwochmorgen hat das Robert-Koch-Institut die französische Region Grand Est, die an das Saarland angrenzt und das Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne umfasst, zum internationalen Risikogebiet erklärt.

Das wirkt sich auch im Kreis Saarlouis aus.

Die Kreisverwaltung teilte am Mittwochnachmittag mit, dass vorerst Kinder, die in Frankreich wohnen, keine Einrichtungen des Landkreises mehr besuchen dürfen. Das betrifft vor allem alle weiterführenden Schulen.

In Wadgassen hat Bürgermeister Sebastian Greiber angeordnet, dass Mitarbeiter der Gemeinde und der zu ihr gehörigen Unternehmen, die im Risikogebiet Grand Est wohnen, mit sofortiger Wirkung und bis auf weiteres vom Dienst freigestellt sind.

Für Kinder aus der genannten Region, die in Wadgasser Einrichtungen betreut werden, gilt, dass sie ebenfalls ab sofort und bis auf weiteres weder die Kitas der Gemeinde noch die schulischen Einrichtungen in der Gemeinde besuchen dürfen. Gleiches gilt für die Kurse der gemeindeeigenen Musikschule und des gemeindlichen Bäderbetriebes.

Was die Erklärung von Grand Est zum Risikogebiet für die zahlreichen Kinder bedeute, die Kitas und Schulen in der Grenzgemeinde Rehlingen-Siersburg besuchen, stehe noch nicht abschließend fest, sagte der Beigeordnete Joshua Pawlak am Mittwoch. Man sei dabei, sich mit dem Gesundheitsministerium zu verständigen, teilte er mit.

In der Gemeinde Wallerfangen wurden vorsorglich alle Mitarbeiter der Gemeinde, die in Frankreich wohnen, von der Arbeit vorerst freigestellt; das betreffe insbesondere die Erzieher in den Kitas, sagte Bürgermeister Horst Trenz gegenüber der SZ. Ob Kinder aus Frankreich, die Schulen und Kitas in der Grenzgemeinde besuchen, zu Hause bleiben müssen, habe das Gesundheitsministerium noch nicht entschieden.