Diefflen feiert die Tabellenführung

Diefflen feiert die Tabellenführung

Das „Sommermärchen“ des FV Diefflen in der Fußball-Oberliga geht weiter. Am Mittwoch feierte der Aufsteiger auch ohne die abgewanderten Philipp Mandla und Lukas Feka einen Sieg gegen Pfeddersheim – und den Sprung an die Tabellenspitze.

"Wir sind Tabellenführer der Oberliga", schrie Andreas Montag als Stadionsprecher des FV Diefflen am Mittwochabend nach dem Schlusspfiff der Oberliga-Partie gegen die TSG Pfeddersheim euphorisch in das Mikrofon. Diefflen feierte vor 530 Zuschauern im Dillinger Parkstadion einen 3:2-Sieg.

Das Spiel des bisherigen Ligaprimus FC Karbach beim FK Pirmasens II war da gerade in der Halbzeit - und Karbach lag mit 0:1 hinten. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende. So ist Diefflen nicht nur 45 Minuten, sondern zumindest bis Samstag Tabellenführer. Und das Team kommt sich vor wie auf Wolke sieben. "Dass wir aus den ersten sechs Spielen fünf Siege holen, davon hätten wir vor der Saison nicht einmal zu träumen gewagt", jubelte FV-Mittelfeldspieler Fabian Blass, der gegen Pfeddersheim nach Zuspiel von Chris Haase in der 7. Minute das frühe 1:0 für die Hausherren erzielte.

Haase in Uwe-Seeler-Manier

Die frühe Führung der Gastgeber hatte jedoch nur zwölf Minuten Bestand. Dann erzielte Steffen Litzel nach einer Ecke das Tor zum 1:1-Pausenstand. Wie schon in Durchgang eins kam Diefflen aber auch in der zweiten Hälfte wacher auf das Spielfeld. In der 47. Minute schossen sich die TSG-Verteidiger Simon Budenthal und Litzel bei einem Klärungsversuch gegenseitig an. Der Ball kam zu Fabian Poß - der zimmerte das Leder humorlos zum 2:1 in den Winkel.

Eine Minute vor Schluss machte Haase mit dem 3:1 den Sack endgültig zu. Ein langer Abschlag von Enver Marina ging bis in den gegnerischen Strafraum , wo er mit dem Hinterkopf in Uwe-Seeler-Manier den TSG-Schlussmann Bakary Sanyang überwand.

Die Gäste hatten in der 78. Minute bei einem Lattenschuss von Abdullah Köse dann Pech - doch sie gaben nicht auf. Sekunden nach dem 3:1 ging eine Flanke der TSG im Strafraum an die Hand von FV-Verteidiger Sascha Hermes. Sebastian Kaster verwandelte den Elfmeter zum 2:3. Mehr war aber nicht mehr drin.

"Wir haben verdient gewonnen, weil wir mehr Herz gezeigt haben", meinte Diefflens Abwehrspieler Michael Müller . Er vertrat gegen Pfeddersheim Trainer Thomas Hofer, der aus beruflichen Gründen fehlte.

Müller war der Meinung, dass seine Mannschaft die Abgänge von Philipp Mandla und Lukas Feka gut kompensiert habe. Die beiden Spieler wechselten am Sonntag zum Ligarivalen Saar 05 und sorgten damit für viel Verärgerung (wir berichteten). "Wir können auch ohne die beiden bestehen, das haben wir gezeigt", sagte er.

Für den gewechselten Mandla und den fehlenden Hofer rückten Sascha Hermes und Michael Fritsch in die Innenverteidigung. Den Platz von Feka im rechten Mittelfeld nahm Julian Guther ein. Diefflen ist nun am Samstag um 15.30 Uhr beim schwach gestarteten Vize-Meister SC Hauenstein zu Gast. Die Pfälzer sind mit zwei Punkten Tabellen-Vorletzter.