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Gypsy Swing trifft auf Klezmer

Das Josho-Stephan-Trio und Helmut Eisel lassen am 25. Februar bei ihrem Konzert im Bildungszentrum in Kirkel Gypsy Swing und Klezmer aufeinander treffen. Foto: Manfred Pollert/Arbeitskammer
Das Josho-Stephan-Trio und Helmut Eisel lassen am 25. Februar bei ihrem Konzert im Bildungszentrum in Kirkel Gypsy Swing und Klezmer aufeinander treffen. Foto: Manfred Pollert/Arbeitskammer
Kirkel. "Gypsy Swing meets the Klezmer" heißt es am Samstag, 25. Februar, 19 Uhr, wenn in Kirkel das "Joscho-Stephan-Trio und Helmut Eisel" im Rahmen der Reihe "Kultur im Bildungszentrum" zu Gast sind. Die Gemeinde Kirkel ist dabei Kooperationspartner Von SZ-Redakteur Jürgen Neumann

Kirkel. "Gypsy Swing meets the Klezmer" heißt es am Samstag, 25. Februar, 19 Uhr, wenn in Kirkel das "Joscho-Stephan-Trio und Helmut Eisel" im Rahmen der Reihe "Kultur im Bildungszentrum" zu Gast sind. Die Gemeinde Kirkel ist dabei Kooperationspartner.Wer glaubt, Jazz sei eine rein amerikanische Musik, wird durch Gypsy-Swing eines Besseren belehrt, denn er ist in Europa, in Paris, entstanden. Als eine eigenständige Variante des Jazz mit einem unverwechselbaren Sound ist Gypsy-Swing der erste europäische Beitrag zur Entwicklung des Jazz, lange bevor sich ab Mitte der 60er ein spezifisch europäischer Jazz-Mainstream entfaltete.


Die Geschichte des Gypsy-Swing begann nämlich schon Mitte der 30er, als der Leiter des Pariser Jazzclubs Hot Club de France den jungen Gitarristen Jean Baptiste "Django" Reinhardt entdeckte, einen belgischen Sinti, der in einem Caféhaus-Orchester spielte.

Wie kein anderer prägt heute Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Dabei gelingt es ihm, die legendäre Musik des Gypsy Swings neu zu interpretieren ohne ihre künstlerischen Wurzeln zu verleugnen. Im Trio Joscho Stephan spielen mit: Günter Stephan, der mit seinem druckvollen Spiel an der Rhythmusgitarre für das Fundament sorgt und Max Schaaf, der am Kontrabass nicht nur Motor des Trios ist, er brilliert auch als Solist. Hinzu kommt Helmut Eisel. Er gilt heute nach Aussagen von Musik-Experten "als einer der besten und interessantesten Klezmer-Klarinettisten Europas. Aus den Wurzeln von traditioneller Blasmusik, Jazz, Klezmer und Klassik hat er einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt. Dabei ist die Kommunikation zwischen den Musikern, aber auch mit dem Publikum stets ein wichtiges Anliegen".

Klezmer ist eine aus dem Judentum stammende Volksmusiktradition. Um das 15. Jahrhundert entwickelten "klezmorim" genannte Volksmusikanten eine Tradition weltlicher, nichtliturgischer jüdischer Musik. Sie orientierten sich an biblischen Sitten, die ihre musikalische Ausdrucksweise bis in die Gegenwart entwickelte. Erst seit der Wiederbelebung dieser Musik in den 1970er wird der Begriff zur Bezeichnung der musikalischen Stilrichtung verwandt.

Für das Konzert waren am Freitagabend auf Anfrage in Kirkel keine Plätze mehr frei.



Anmeldungen, Infos zum Musik- und Kulturprogramm und zum Bildungszentrum allgemein: Am Tannenwald 1, in 66459 Kirkel, Telefon: (06849) 90 90; E-Mail: info.bzk@arbeitskammer.de

bildungszentrum-kirkel.de

joscho-stephan.de