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Bürgermeisterwahl
Fünf Kandidaten stellen sich in Weiskirchen zur Wahl

Wolfgang Hübschen, 56, ist Bürgermeisterkandidat der CDU.
Wolfgang Hübschen, 56, ist Bürgermeisterkandidat der CDU. FOTO: Fotostudio Katja Nimmesgern
Weiskirchen. Von Christian Beckinger

Rund 5300 Wahlberechtigte in Weiskirchen sind an diesem Sonntag, 3. Juni, aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Die Wahl ist notwendig geworden, weil Amtsinhaber Werner Hero (CDU) zum 1. Dezember in den vorzeitigen Ruhestand eintritt – rund zehn Monate vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit.


Fünf Männer wollen die Nachfolge von Werner Hero antreten: Die CDU schickt Wolfgang Hübschen ins Rennen, 56 Jahre alt, Diplom-Verwaltungswirt und seit 2010 Hauptamtsleiter im Weiskircher Rathaus. Der CDU-Kandidat ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Weiskirchen. Er ist im Vereinsleben seiner Heimatgemeinde engagiert.

Die SPD setzt auf Karsten Kiefer. Er ist 46 Jahre alt und lebt mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn im Weiskircher Ortsteil Rappweiler-Zwalbach. Hauptberuflich betreibt Kiefer, der auch Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion sowie des Gemeindeverbandes ist, mit seiner Frau ein Fotogeschäft in Saarbrücken.

Mit fünf Sitzen ist die Freie Wähler-Gemeinschaft im Gemeinderat der Hochwald-Kurgemeinde vertreten. Sie hat ihren Fraktionssprecher Gunnar Schulz als Kandidaten nominiert. Schulz ist 48 Jahre alt, verheiratet, ist von Beruf Finanzbeamter und lebt in Weiskirchen. Seit 2009 sitzt er im Weiskircher Gemeinderat.

Einen Sitz im Rat bekleidet auch Gerrit Oestreich, der Kandidat der FDP. Oestreich lebt im Ortsteil Thailen, ist Diplom-Geograph und leitet zurzeit die Tourist-Information der Stadt Ottweiler. Der 52-jährige FDP-Kandidat ist verheiratet und hat drei Kinder.



In Weiskirchen groß geworden, aber mittlerweile in der Nachbarkommune Wadern lebend ist der Fünfte im Reigen der Kandidaten: Stephan Barth, 54 Jahre alt, stammt aus Konfeld, ist gelernter Bauingenieur und leitet derzeit das Bauamt der Gemeinde Schmelz. Er geht als parteiloser Einzelbewerber ins Rennen.

Die desaströse Finanzsituation der Gemeinde, die rund 30 Millionen Euro Schulden mit sich herumschleppt, und die Frage, wie Weiskirchen unter diesen Bedingungen noch als funktionierende kommunale Einheit bestehen kann, war eines der dominierenden Themen im Wahlkampf. Mit Ausnahme von FDP-Mann Oestreich, der offen für einen Zusammenschluss von Weiskirchen mit Wadern plädiert, wollen alle übrigen Kandidaten die Kurgemeinde als eigenständige Kommune erhalten.

Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen, findet am Sonntag, 17. Juni, eine Stichwahl unter den beiden erstplatzierten Kandidaten statt.

Karsten Kiefer, 46, ist der SPD-Kandidat für die Weiskircher Bürgermeisterwahl.
Karsten Kiefer, 46, ist der SPD-Kandidat für die Weiskircher Bürgermeisterwahl. FOTO: Anne Riplinger-Kiefer / ANNE RIPLINGER-KIEFER
Gunnar Schulz, 48, tritt für die Freie Wähler-Gemeinschaft an.
Gunnar Schulz, 48, tritt für die Freie Wähler-Gemeinschaft an. FOTO: Gunnar Schulz
Der FDP-
Kandidat für die 
Bürgermeisterwahl ist Gerrit 
Oestreich, 52.
Der FDP- Kandidat für die Bürgermeisterwahl ist Gerrit Oestreich, 52. FOTO: FDP
Stephan Barth, 54, geht als partei-
loser Einzel-
kandidat in das Rennen.
Stephan Barth, 54, geht als partei- loser Einzel- kandidat in das Rennen. FOTO: Stephan Barth