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Ferienprogramm
Osterferien-Spaß, der kein schönes Wetter braucht

Jeanette Dittmar startete die Inka-Rallye für Kinder durch die Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Am Schluss gab’s Preise für die Sieger – und Gummibärchen für alle.
Jeanette Dittmar startete die Inka-Rallye für Kinder durch die Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Am Schluss gab’s Preise für die Sieger – und Gummibärchen für alle. FOTO: Thomas Seeber
Völklingen. In den Ferien gibt es einige Angebote für junge Leute in der Stadt und Umgebung. Impressionen von Gründonnerstag. Von Thomas Annen

Selbst bei schlechtem Wetter muss sich in den Osterferien niemand langweilen, spannende Abenteuer kann der Nachwuchs auch drinnen erleben. Zum Beispiel bei der kostenfreien Inka-Rallye des Völklinger Weltkulturerbes.


Etwa 25 Kinder und Eltern besuchen am Donnerstagnachmittag die Ausstellung und beschäftigen sich mit Inkas und Konquistadoren. Die Eroberer wollten vor allem Gold. Mit Feuer und Schwert, erzählt Betreuer Hendrik Kersten, haben die Spanier das Inkareich komplett zerstört.

„Es geht darum, der Schnellste zu sein“, erklärt der Rallye-Leiter vor dem Startschuss. Jeder Teilnehmer erhält ein Blatt mit zehn Fragen. Jeweils drei Antworten stehen zur Wahl. Wer alles richtig ankreuzt, hat das Lösungswort. Los geht‘s!

Paula (10) legt gleich ein ordentliches Tempo vor, von Müdigkeit keine Spur. Dabei erkundet das Mädchen bereits seit fünf Stunden das Gelände, gemeinsam mit seinen Eltern. Die Familie kommt aus Obrigheim in der Pfalz. „Wir waren noch nie in der Völklinger Hütte“, erzählt Mutter Carmen Zobel. Die mehr als einstündige Anfahrt hat sich gelohnt. „Sehr imposant und eine Reise wert!“, resümiert die Besucherin. Paula hat es auf dem Hochofen am besten gefallen. Aber auch die Rallye macht ihr Spaß.

Die Schülerin betrachtet Vitrinen, liest Infotexte. Und bei der Frage nach einem Tier mit Geweih wird einfach kombiniert. Esel und Elefant haben keins, also muss es der Hirsch sein. Die ersten vier Buchstaben sind schnell gefunden: „INKA“. Im Ziel werden Erfahrungen ausgetauscht. „Nach dem ‚K‘ und dem ‚U‘ war der Rest ja klar“, berichtet ein Junge mit Blick auf das Lösungswort „Inkakultur“. Die drei Schnellsten gewinnen einen Buchpreis. Ihre Mitstreiter gehen ebenfalls nicht leer aus. „Gummibärchen für alle!“, ruft Betreuerin Jeanette Dittmar.



Süßigkeiten landen wohl auch in den Osternestern, die zur selben Zeit in der Stadtbibliothek gebastelt werden. Bianca Schmitt, Fachangestellte für Medien und Informationsdienste,  hat ins Alte Rathaus eingeladen. Wer möchte, blättert in einem der ausgelegten Bastelbücher. „Kunterbunter Osterspaß“, heißt das Werk, aus dem Alena (8) eine Anleitung wählt. „Ich bastle einen Schmetterling“, erzählt die Schülerin, während sie zu Lineal und Schere greift. Der Falter soll später im Kinderzimmer hängen. Das Mädchen ist nicht alleine gekommen. „Ich bastle auch gern“, erzählt Mutter Petra Neymann. Beim Osternestbau teilt sich das Duo die Arbeit: Alena zeichnet, ihre Partnerin schneidet aus.

Gegen 14 Uhr sitzen zehn Kinder und zwei Mamas am Tisch. „Was kostet das denn?“, fragt eine Mutter, die mit zwei Jungs vorbeischaut. „Nichts“, so Schmitt. Die Besucherin hat noch eine Frage: Können die beiden Erstklässler schon in der Bücherei angemeldet werden? Na klar, Formulare gibt‘s am Eingang.

Alena und Petra Neymann bastelten Osternester in der Stadtbibliothek.
Alena und Petra Neymann bastelten Osternester in der Stadtbibliothek. FOTO: Thomas Seeber