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Wenn eine einzige Feder entscheidet

Wenn eine einzige Feder entscheidet

Das Martin-Luther-Haus war am vergangenen Wochenende wieder Austragungsort der großen Tierschau der Vogelfreunde Hühnerfeld. Aussteller und Besucher zeigten sich mit ihr sehr zufrieden.

Ein vielstimmiges und munteres Vogelgezwitscher, Gepiepse und Geträller waren am vergangenen Wochenende im großen Saal des Martin-Luther-Hauses zu hören. Die Vogelfreunde Hühnerfeld veranstalteten dort ihre große Vogelschau mit den Vereinsmeisterschaften.

"Unsere Züchter zeigen hier 250 Tiere, von den Silberschnäbelchen bis zu den großen Rot-Loris", erklärte Ausstellungsleiter Reimund Knauber im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Knauber, der 1971 Mitbegründer der Vogelfreunde war, gehört von Anfang an dem Vorstand an. "Ich habe zuerst Kanarien und dann große Wellensittiche gezüchtet", berichtete der 65-Jährige. Seit 1988 befasst er sich mit Exoten, wie Mövchen und Zebrafinken. Ein weiterer der 13 Züchter des Vereins ist der 37-jährige Torsten Simmet. "Manchmal frage ich mich schon, warum ich gerade diesem Hobby nachgehe", erzählte er und gab aber gleich im nächsten Satz die Antwort: "Wenn ich sehe, wie der Nachwuchs aufwächst, immer größer und bunter wird, dann weiß ich es wieder." Froh ist er, dass künftig auch Tochter Sara (14) züchtet. "Sie übernimmt die Zebrafinken von Reimund Knauber", berichtete der stolze Papa. Wie gewohnt hatten die Vogelfreunde Hühnerfeld die Schau wieder bestens vorbereitet, und alles mit viel Liebe zum Detail dekoriert. "Für die wunderschöne Dekoration ist unser Vereinsmitglied Peter Gard verantwortlich", verriet Reimund Knauber.

Bereits am vorigen Donnerstag hatten die Mitglieder mit dem Aufbau begonnen. Neben den Käfigen mit den Vögeln und der ganzen Dekoration mussten sie auch die zahlreichen Gewinne für die Tombola ins Martin-Luther-Haus bringen. Rund um die Großvolieren in der Mitte des Saales standen die kleineren Käfige. In den Volieren zogen die rot-gefiederten Stanley-Sittiche und die prachtvollen gelben Sing-Sittiche die Blicke der Besucher auf sich.

Auch Jürgen Schommer, der 1. Vorsitzende der Bildstocker Kaninchenzüchter, schaute sich die Ausstellung an und zeigte sich beeindruckt von der bunten Vielfalt der Tiere. "Ich habe zu Hause selbst eine große Voliere und bin immer auf der Suche nach neuen Tieren", erzählte er. Mit der Zahl der Besucher zeigte sich Peter Hohmuth, der 1. Vorsitzende der Vogelfreunde, sehr zufrieden. Eine schwierige Aufgabe hatten die drei Preisrichter Rosi Philipp aus Pirmasens (Exoten), Heinz Grimm aus Einöd (Großsittiche) und Benedikt Maldener aus St. Wendel (Kanarien). Eine einzige Feder konnte schon entscheidend sein. Natürlich standen die Mitglieder der Vogelfreunde Interessierten Rede und Antwort über Vogelzucht und Vogelhaltung. An beiden Ausstellungstagen versorgten die Hühnerfelder Züchter und deren Frauen die Gäste mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Am Sonntag gab es zudem ein leckeres Mittagessen.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die neuen Vereinsmeister, Kategorie Exoten: Mathias Becker (Zebrafinken), Peter Hohmuth (bestes Mövchen), Andreas Huy (bester nicht domestizierter Prachtfink), Reimund Knauber (beste Gesamtleistung); Kanarien: Mathias Becker (Prachtkanarien), Rudi Hild (beste Positur); Großsittiche: Martin Fuhr (beste Singsittiche), Torsten Simmet (beste Agapornieden), Nico Simmet (Farbwellensittiche). ll