Rutschgefahr in der Tunnelröhre

Gefahr für Leib und Leben beklagt die Vorsitzende der Linkspartei, Marlies Krämer, hinsichtlich einer Bahnunterführung in Altenwald. Im ,,Kleinen Dohlen“ müsse dringend Abhilfe geschaffen werden.

"Bereits am 13. August 2013 hat die Partei Die Linke des Ortsverbandes Sulzbach-Quierschied in einem Schreiben an Bürgermeister Michael Adam auf die gefährliche Situation im Kleinen Dohlen am Bahnhof Altenwald hingewiesen und um Abhilfe gebeten", heißt es in einer Pressemitteilung der Vorsitzenden Marlies Krämer. Ein Antwortschreiben der Stadt hätte damals darauf verwiesen, dass die Gelder für 2013 nicht ausreichen würden. Die Linke solle sich im Stadtrat für Mittel im Haushalt 2014 einsetzen. "Was auch geschehen ist. Das Versprechen, dass die leidige Angelegenheit in diesem Jahr erledigt wird, war dabei für uns bindend", sagt Krämer. 2013 seien die Kosten mit 2000 Euro veranschlagt worden, zuzüglich einer Anfahrtsgebühr der Baufirma (700 Euro). Krämer: ,,Auf Nachfrage hieß es in diesem Frühjahr, dass die Firma nicht extra für diese eine Sache herkäme. Im Juli wurde uns dann mitgeteilt, dass für dieses Jahr keine Gelder mehr zur Verfügung stünden." Marlies Krämer geht davon aus, dass durch Nässe, Schnee und Eis die Rutschgefahr im Kleinen Dohlen bald "lebensbedrohliche Formen annimmt, zumal es innerhalb der Tunnelröhre keine Möglichkeit gibt, sich im Falle eines Falles festzuhalten." Die Frau fragt nun: "Was ist finanziell günstiger? Die Firma für insgesamt 2700 Euro den Tunnel gefahrenfrei sanieren lassen, oder gebrochene Knochen, möglicherweise noch weitere, schwer wiegendere Schäden, die mit Sicherheit viel höhere (womöglich Zigtausende) Kosten verursachen?" Die Linke des Ortsverbandes Sulzbach-Quierschied sei der Meinung, "dass die Stadt hier - in Kenntnis des Gefahrenpotenzials - explizit in der Pflicht ist, die betreffenden Menschen vor abzusehendem Schaden zu schützen".

Elmar Müller , Pressesprecher der Stadt Sulzbach , erklärt auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung: "Das Projekt wurde aufgrund anderer dringender Dinge zurückgestellt. Es kann in diesem Jahr nicht mehr gemacht werden. Die Fachfirma, die ein Patent auf eine spezielle Kunstharzbeschichtung hat, kommt erst im nächsten Jahr wieder nach Sulzbach ."

Die Fachleute im Sulzbacher Bauamt hielten im Gegensatz zur Partei Die Linke das Abwarten für vertretbar. Müller: Sie sehen keinen dringenden Handlungsbedarf, zumal der Bodenbelag in dem kleinen Dohlen eben und in einem guten Zustand ist." Die Kosten für die Erneuerung des Bodenbelages beliefen sich im Übrigen mittlerweile auf rund 3300 Euro. "Dazu kommen noch die Kosten für die Entfernung der Fliesen, was von den Mitarbeitern unseres Baubetriebshofes erledigt wird", so Müller.